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Pflegekräfte rekrutieren und Pflegepersonal finden: das sollten Sie wissen
Die Pflegebranche ist heute mit großen Herausforderungen konfrontiert. Neben dem niedrigen Einkommen ist auch das ständige Defizit an kompetenten Pflegekräften ein stetiger Begleiter. Dieser Personalmangel führt dazu, dass die wenigen Arbeitskräfte sich nicht mehr die Zeit nehmen können, um sich den teilweise schwerkranken Patienten zu widmen und ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu schenken, die ihnen zusteht. Statt ausgeglichen und zuversichtlich wirken Pflegekräfte immer gestresster, überforderter & unglücklich. In vielen Fällen hat sich das Verhältnis bereits umgekehrt und es sind die Patienten, die Mitleid für die total überforderten Pflegekräfte empfinden. Um diesem Mangel entgegenzuwirken, setzen viele Einrichtungen verstärkt auf Auslandsrecruiting, um qualifizierte Pflegekräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Was Pflege Recruiting bedeutet und wie am besten vorzugehen ist bei der Personalakquise & Mitarbeitergewinnung in der Pflege, soll in diesem Artikel näher erläutert werden.
Pflegenotstand in Deutschland
Berufe in der Pflege, wie der Beruf des Krankenpflegers, der Krankenschwester oder auch des Pflegepersonals in Alten- und Betreuungseinrichtungen, sichern die Grundbedürfnisse, alters- oder krankheitsbedingter, hilfsbedürftiger Menschen & sollten mit der entsprechenden Wertschätzung und Vergütung belohnt werden. Dieses Ansehen erfolgt vonseiten der Senioren bzw. der Patienten, die tiefe Dankbarkeit dafür empfinden, dass das Personal ihnen Aufmerksamkeit schenkt, ihre Person ernst nimmt und sich intensiv mit ihnen auseinandersetzt. Müssen Patienten stationär aufgenommen werden, ist es die Aufgabe der Pflegekräfte, die Patienten auf ihrem Weg zu begleiten und für sie da zu sein. Dieser Umstand geht einher mit verschiedenen Anforderungen, die Pflegekräfte erfüllen müssen. Von den Pflegefachkräften wird erwartet, dass die Arbeitskräfte ausgeglichen sind und den Patienten Trost und Zuversicht spenden. Durch Einsparmaßnahmen & unzureichende Entlohnung sind die Pflegekräfte aber nicht mehr in der Lage, diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Die Pflege und Gesundheitsversorgung stellen grundsätzlich eine gesamtgesellschaftliche Frage dar. Durch die zunehmende Privatisierung im Gesundheitswesen stehen nun jedoch die Wirtschaftlichkeit und der Gewinn jener Einrichtungen im Vordergrund. Pflegepersonal verlässt in großer Zahl die Branche: aus Überforderung, einer Mangelbesetzung des Personals und geringer Wertschätzung durch unzureichend hohe Gehälter. Der Bedarf an kompetenten, berufserfahrenen Pflegefachkräften ist dementsprechend hoch und macht ein ausgeklügeltes Personalmarketing für Pflegeunternehmen & im Pflegedienst unumgänglich.
Personalmarketing im Pflegeheim und in der Altenpflege
Personalmarketing in der Altenpflege scheitert selten am Willen, sondern an fehlender Zuständigkeit. Solange „das mit den Bewerbungen“ nebenbei bei der Pflegedienstleitung liegt, passiert es nur, wenn gerade jemand kündigt. Der erste Schritt ist deshalb organisatorisch: eine Person, ein festes Zeitfenster pro Woche, ein Postfach, in das Bewerbungen laufen.
Inhaltlich lebt Personalmarketing im Pflegeheim von dem, was Sie sowieso haben. Fotos aus dem Haus, ein Satz einer Kollegin über ihren Dienstbeginn, das Sommerfest, die neue Praxisanleiterin. Das ist glaubwürdiger als jede Hochglanzkampagne und kostet nichts außer Aufmerksamkeit. Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht der Umfang.
Nach innen zählt vor allem die Bindung der Menschen, die schon da sind. Jede Kündigung, die nicht kommt, ersetzt eine Einstellung, die Sie nicht schaffen müssen. Verlässliche Dienstpläne, spürbare Anerkennung und Perspektiven über betriebliche Weiterbildung wirken hier stärker als Obstkörbe. Und die eigenen Mitarbeiter sind der beste Kanal: Wer im Haus zufrieden ist, empfiehlt die Stelle im Bekanntenkreis. Eine Empfehlungsprämie, die nach der Probezeit ausgezahlt wird, ist die günstigste Personalgewinnung, die es in der Pflege gibt.
Was von der Corona-Zeit geblieben ist
Die Pandemie hat der Pflege eine Aufmerksamkeit verschafft, die sie vorher nie hatte, und einiges davon ist geblieben. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht gehört nicht dazu: Sie galt von März bis Dezember 2022 und ist seither ausgelaufen. Wer heute Personal sucht, muss sie nicht mehr einplanen. Die Prämien von damals waren Einmalzahlungen.
Dauerhaft geblieben sind die tariflichen Verbesserungen. Seit September 2022 dürfen Pflegeeinrichtungen nach § 72 SGB XI nur noch zugelassen werden, wenn sie ihre Beschäftigten nach Tarif oder zumindest in tariflicher Höhe bezahlen. Zusammen mit den gestiegenen Pflegemindestlöhnen hat das das Gehaltsniveau angehoben, und zwar branchenweit. Für Sie als Arbeitgeber heißt das: Über das Gehalt allein lässt sich kaum noch ein Vorsprung aufbauen, weil der Wettbewerber in derselben Region auf demselben Niveau zahlen muss.
Genau dadurch hat sich der Wettbewerb verschoben, weg vom Geld und hin zu den Arbeitsbedingungen. Was heute den Unterschied macht, sind verlässliche Dienstpläne, ein funktionierender Springerpool, planbare freie Wochenenden und die Frage, wie oft aus dem Frei geholt wird. Der zweite Effekt der Pandemie wirkt ebenfalls nach: Viele erfahrene Kräfte haben damals reduziert oder den Beruf verlassen. Wer sie zurückgewinnen will, muss genau diese Punkte belegen können, nicht versprechen. In der Stellenanzeige heißt das: konkrete Angaben statt „familiäres Team".
Was wird unter dem Begriff Pflege Recruiting verstanden?
Unter dem Pflege-Recruiting wird der Bewerbungsprozess in der Pflege von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung geeigneter Mitarbeiter verstanden. Dazu zählen Arbeitnehmer in der Gesundheits- und Pflegebranche in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen für ambulante Pflege. Aber auch Auszubildende, Hilfs- und Betreuungskräfte, Pflegeassistenzen und Intensivfachpflege gehören zu diesem Berufszweig. Einem Aspekt sollte hier besondere Beachtung geschenkt werden: dem Employer Branding. Gerade in einer Branche, wo nicht genügend qualifizierte Fachkräfte zur Verfügung stehen, ist dieser Punkt wichtiger denn je. Neben einer ansprechenden Vergütung müssen zusätzliche Anreize geschaffen werden, um von sich als attraktiven Arbeitgeber zu überzeugen. Eine ausgelernte Pflegekraft in Zeiten des demografischen Wandels zu rekrutieren, stellt eine nicht zu unterschätzende Aufgabe dar.
Zu den wichtigsten Berufen in der Pflege zählen: Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger, Kinderkrankenpfleger, Fachkrankenpfleger für die unterschiedlichen Fachbereiche wie Intensivpflege, Geriatrie, Nephrologie, Onkologie, Endoskopie, Palliativ, Psychiatrie, Rehabilitation.
Recruiting Kampagne in der Pflege planen
Eine Kampagne ist mehr als eine geschaltete Anzeige. Sie hat ein Ziel (zum Beispiel drei Pflegefachkräfte für den Nachtdienst in zwölf Wochen), eine Zielgruppe, eine Botschaft und ein Budget. Ohne diese vier Punkte lässt sich hinterher nicht sagen, ob sie funktioniert hat.
Bewährt hat sich in der Pflege der Weg über bezahlte Social-Media-Anzeigen mit anschließender Kurzbewerbung. Die Anzeige zeigt Menschen aus dem eigenen Haus, nicht Stockfotos mit Stethoskop. Der Text nennt eine konkrete Zahl, etwa den Nachtdienstzuschlag oder den Planungsvorlauf. Wer klickt, landet nicht in der Karriereseite mit Hauptmenü, sondern auf einer Seite zu genau dieser Stelle mit einem Formular aus wenigen Feldern.
Gemessen wird über Cost per Application: Kampagnenkosten geteilt durch die Zahl brauchbarer Bewerbungen. Diese Zahl vergleichen Sie mit den Cost of Vacancy der Stelle, also mit dem, was Ihnen die Vakanz durch Leasingkräfte, Überstunden und nicht belegte Plätze pro Monat kostet. In den meisten Pflegeeinrichtungen liegt der Vakanzschaden so hoch, dass fast jede ernsthafte Kampagne sich rechnet. Laufzeit mindestens vier Wochen, sonst fehlt die Datengrundlage für Anpassungen.
Mitarbeitergewinnung in der Pflege: Der Status Quo bei der Personalgewinnung
Leider verwenden die meisten Unternehmen im Gesundheitswesen nach wie vor traditionelle Wege, um neue Mitarbeiter in der Pflege zu finden. Zur Personalakquise gehören insbesondere Stellenanzeigen in Printmedien, schriftliche Bewerbungsschreiben und ein langwieriger Bewerbungsprozess, bis es letztlich zur Rekrutierung von qualifiziertem Pflegepersonal kommt.
Gerade durch die wachsende Bedeutung von Social Media Recruiting und der Anzahl an Nutzern, die sich im heutzutage im Onlineumfeld bewegen, existiert ein großer Pool an Möglichkeiten, um auf die Benefits des eigenen Unternehmens aufmerksam zu machen. Warum diese Kanäle vielfach nicht genutzt werden, liegt unter anderem am Personalmangel. Denn auch das Erstellen einer kreativen Stellenanzeige, Stellenanzeigen schalten, das Führen von Bewerbungsgesprächen und die Auswahl geeigneter Kandidaten nimmt viel Zeit in Anspruch. Möchte man für die Personalgewinnung innovativere, kreativere Wege eingeschlagen, geht das einher mit einer erhöhten Zeitinvestition, die an anderen Stellen stark benötigt wird. So fehlt nicht nur das technische Know-how, sondern auch die zeitlichen & personellen Ressourcen, um sich dem Thema “Mitarbeitergewinnung in der Pflege” ganzheitlich anzunehmen.
Welche Berufe gibt es in der Pflege?
In der Pflege existiert eine Vielfalt unterschiedlicher Tätigkeiten und Spezialisierungen. Dabei sind Jobs im Pflegedienst vor allem eins: systemrelevant und haben Zukunftsperspektive.
- Pflegefachmann/Pflegefachfrau
- Sozialassistent/Sozialassistentin
- Altenpflegehelfer/Altenhelfepflegerin
- Anästhesietechnische/r Assistent/in
- Pflegefachassistent / Pflegefachassistentin
- Krankenpfleger/ Krankenpflegerin
- Gesundheits- und Krankenpflegehelfer/in
- Kinderkrankenpflege
- Haus- und Familienpfleger/in
- Heilerziehungspflegeassistent/in
- Heilerziehungspfleger/in
- Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen
- Pflegedienstleitung im Altenheim
- Wohnbereichsleitung im Altenheim
- Praxisanleiter
Durch einschlägige Fort- und Weiterbildungen können Pflegefachkräfte ihr Wissen vertiefen und sich für spezialisierte Positionen qualifizieren. Dadurch verbessert sich nicht nur das Kompetenzprofil der Pflegefachkraft, sondern auch deren Aufstiegschancen und Verdienstmöglichkeiten.
- Fachkrankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiepflege
- Pflegefachkraft im Operationsdienst
- Fachkraft für onkologische Pflege
- Fachpflegekraft für palliative Pflege / Palliative Care
- Pflegefachkraft für psychiatrische Pflege
- Fachkrankenpfleger für Endoskopie
- Pflegefachkraft in der Nephrologie
- Fachpflegekraft in der Notfallpflege
- Hygienebeauftragte/r in der Pflege
- Stationsleitung und Pflegedienstleitung
Wo werden Pflegefachkräfte gesucht?
Pflegefachkräfte werden in Pflegeeinrichtungen unterschiedlichster Schwerpunkte gesucht. Dabei unterscheiden sich Aufstiegschancen, Verdienstmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen von Einrichtung zu Einrichtung, aber auch Faktoren wie die Trägerschaft spielen eine Rolle.
- Ambulante Pflege
- Krankenhaus
- Kur- & Rehabilitationskliniken
- Altenpflegeheime und Senioreneinrichtungen
- Hospize
- Tagespflege
- Betreutes Wohnen
Headhunter in der Pflege und für die Pflegedienstleitung
Bei Leitungsstellen endet die Wirksamkeit von Stellenanzeigen. Eine Pflegedienstleitung oder Heimleitung mit Erfahrung sucht nicht in Jobbörsen, sie ist in Position und wird angesprochen. Hier arbeiten Personalberater mit Direktansprache, und das ist in der Regel der schnellere Weg als monatelanges Warten auf Bewerbungen.
Üblich sind zwei Modelle. Beim erfolgsbasierten Honorar zahlen Sie erst bei Einstellung, meist einen prozentualen Anteil des Jahreszielgehalts. Beim Retainer zahlen Sie in Teilbeträgen über den Suchverlauf, dafür arbeitet der Berater exklusiv und meldet Zwischenstände. Für eine einzelne Leitungsstelle ist das erste Modell verbreiteter, bei mehreren Positionen im Verbund kann das zweite günstiger ausfallen.
Fragen Sie vor der Beauftragung nach besetzten Pflegemandaten der letzten zwölf Monate, nach der Nachbesetzungsgarantie, wenn der Kandidat in der Probezeit geht, und danach, ob der Berater auch Ihre eigenen Mitarbeiter ansprechen darf. Letzteres schriftlich ausschließen. Für Pflegefachkräfte in der Regelbesetzung ist die Direktansprache über Active Sourcing durch das eigene Haus meist die günstigere Variante.
Pflegekräfte gewinnen: die Reihenfolge, die funktioniert
Viele Häuser starten mit dem Kanal und wundern sich, dass nichts zurückkommt. Die Reihenfolge ist umgekehrt. Zuerst klären Sie, was Sie tatsächlich anbieten können: Gehalt inklusive Zuschläge, Dienstplan, Vorlauf bei der Planung, Einspringregelung, Fortbildungsbudget, Kinderbetreuung, Parkplatz. Genau diese Punkte entscheiden bei Pflegekräften über eine Bewerbung, und genau sie fehlen in den meisten Anzeigen.
Im zweiten Schritt schreiben Sie das so auf, wie Sie es einer Bekannten am Telefon erzählen würden. Keine Textbausteine über „ein motiviertes Team“, sondern die Wohnbereichsgröße, der Betreuungsschlüssel, die Zahl der Nachtdienste im Monat.
Erst dann kommt der Kanal. Und danach der Punkt, an dem die meisten Bewerbungen verloren gehen: die Reaktionszeit. Pflegekräfte bewerben sich parallel bei mehreren Einrichtungen. Wer am selben Tag zurückruft, gewinnt gegen das Haus mit dem besseren Gehalt, das erst nach einer Woche antwortet. Legen Sie eine Regel fest, wer Bewerbungen sieht und wer anruft, auch im Urlaub und am Wochenende.
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Wie Recruiting von Pflegekräften funktioniert
Modernes Recruiting von Pflegekräften & Pflegepersonal basiert auf drei Säulen: Das Fundament legt das Unternehmen bereits mit wichtigen Eckpunkten wie einer ansprechenden Vergütung, attraktiven Mitarbeiterbenefits und einem angenehmen Betriebsklima. Zum anderen spielt die Unternehmenskommunikation nach außen in Form von Marketingmaßnahmen für die vakanten Stellen eine wichtige Rolle. Bedeutet: Es müssen die richtigen Kommunikationskanäle genutzt werden, um qualifizierte Pflegekräfte auf sich aufmerksam zu machen und sie bestenfalls als neues Personal für sich zu gewinnen. Der wohl wichtigste Punkt stellt die Mitarbeiterbindung durch zufriedenstellende Arbeitsbedingungen dar. Leider wird dieser Aspekt in der Pflegebranche stark vernachlässigt. Fachkräfte bekommen für die Arbeit, die sie täglich leisten müssen, nicht nur eine viel zu geringe Bezahlung, sie müssen stattdessen massiv Überstunden arbeiten, um den Fachkräftemangel auszugleichen. Die Gewährleistung fairer Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal sollte im Rahmen der langfristigen Fachkräftesicherung an oberster Stelle stehen. Sonst laufen Pflegeheime & Krankenhäuser Gefahr, dass sie zwar Fachkräfte rekrutieren, diese aber nicht ans Unternehmen binden können.
Die wichtigsten Faktoren zur Schaffung eines angenehmen Betriebsklimas und fairer Arbeitsbedingungen abseits offensichtlicher Kriterien stellen folgende Aspekte dar:
Ein betriebliches Gesundheitsmanagement
Hierunter werden sämtliche Aspekte verstanden, die sich auf die Resilienz der Mitarbeiter positiv auswirkt. Nicht umsonst kommt das „Burn-out-Syndrom“ ursprünglich aus der Pflegebranche. Heute stehen den Unternehmen branchenübergreifend vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, sich um die Gesundheit der Mitarbeiter zu kümmern. Regelmäßige Mitarbeitergespräche, eine offene Fehlerkultur und Yoga-Kurse oder ein Achtsamkeitstraining wären gute Möglichkeiten. Wichtig ist, jeden Mitarbeiter als Individuum ernst zu nehmen und ihn wertzuschätzen, damit es gar nicht erst zu einer Überlastung kommen kann.
Aus- und Weiterbildungen
Gerade die Medizin ist durch die Forschung einem ständigen Wandel unterworfen. Es ist daher immens wichtig, die Mitarbeiter durch geeignete Aus- und Weiterbildungen zu unterstützen. Die Kosten sollten daher vom Unternehmen übernommen werden.
Eigenverantwortung
Damit qualifizierte Pflegekräfte gefunden und vor allem auch gehalten werden, sollte das Arbeitsklima passen und genügend Herausforderungen und Verantwortung auf dem Programm stehen. Unternehmen sollten diese Eigenverantwortung in den Alltag integrieren, um ihren ausgebildeten Fachkräften den Rücken zu stärken. Gleichzeitig ermöglicht Gestaltungsspielraum in der Ausübung der Arbeit, das Einbringen eigener Ideen & fördert so die Motivation des Mitarbeiters.
Pflegekräfte gezielt ansprechen
Pflegekräfte unterscheiden sich nicht nur in ihrer Qualifikation, sondern auch in ihren Erwartungen, Lebensumständen und Prioritäten. Deshalb ist es im Recruiting besonders wichtig, diese Zielgruppen differenziert anzusprechen und Botschaften zu vermitteln, die auf ihre jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten sind.
Berufseinsteiger legen häufig Wert auf einen gut begleiteten Start in den Beruf, klare Entwicklungsperspektiven und moderne Arbeitsbedingungen. Erfahrene Pflegekräfte wünschen sich vor allem Wertschätzung, Stabilität im Arbeitsalltag und Einfluss auf organisatorische Abläufe. Internationale Pflegekräfte bringen eigene Anforderungen mit. Hier spielen besonders die sprachliche Integration, Unterstützung bei Behördengängen und Hilfe bei der Wohnungssuche eine zentrale Rolle.
Wenn Pflegeeinrichtungen alle Bewerber auf die gleiche Weise ansprechen, bleibt viel Potenzial ungenutzt. Erfolgreiche Arbeitgeber im Pflegebereich passen ihre Kommunikation gezielt an. Sie nutzen individuell formulierte und kreative Stellenanzeigen, sprechen verschiedene Zielgruppen über passende Kanäle wie Karriereseiten oder durch gezieltes Social Media Recruiting an und entwickeln Recruiting-Kampagnen, die auf die jeweilige Lebenssituation ihrer Bewerber abgestimmt sind. Nur so gelingt es, qualifizierte Pflegekräfte nicht nur zu erreichen, sondern auch nachhaltig zu gewinnen.
Die besten Marketingkanäle für Pflege Recruiting
Um zielgruppenspezifisch die geeigneten Bewerber zu erreichen, gilt es die Kommunikationskanäle richtig zu wählen. So hat beispielsweise die eigene Karriereseite auf der Unternehmenswebsite heutzutage gewaltiges Potenzial, wenn man kostengünstig Pflegekräfte anwerben möchte. Diese Herangehensweise funktioniert aber nur für vakante Stellen in der Pflege, die nicht umgehend besetzt werden müssen. Handelt es sich um wichtige Schlüsselpositionen in Altenheimen, Krankenhäusern und anderen Pflegeeinrichtungen, so lohnt sich der Einsatz von Werbung für die offenen Stellen im Rahmen von Google Ads Recruiting & Social Media Recruiting. Aber auch die Veröffentlichung von Stellenausschreibungen auf branchenspezifischen Jobbörsen wie www.pflegejobs.rocks erreichen die Zielgruppe schnell & effizient. Die beste Lösung für die Personalgewinnung in der Pflege ist aber in jedem Fall eine individuelle Abstimmung des Marketingmix für das konkrete Stellengesuch. Im Folgenden werden die Besonderheiten der einzelnen Kommunikationskanäle zur besseren Auswahl erläutert:
Die Karrierewebsite
Viele Unternehmen pflegen heute eine separate Karriereseite auf der eigenen Website. Auch ein Corporate Blog ist heutzutage ein wesentlicher Bestandteil, um auf das eigene Unternehmen aufmerksam zu machen. Die Vorteile dieser Maßnahmen liegen dabei klar auf der Hand: Durch einen gut aufgebauten Corporate Blog bekommen potenzielle Mitarbeiter einen Einblick in die Unternehmenskultur und können überzeugt werden, mit dem jeweiligen Unternehmen in Verbindung zu treten. Den Bewerbern kann ein Blick hinter die Kulissen gewährt werden, aber auch die eigenen Werte und Visionen können authentisch dargestellt werden. Bewerber entscheiden sich heute zum Großteil für ein Unternehmen, wenn sie sich mit den gelebten Werten und der Kultur identifizieren können. Dementsprechend sinnvoll ist auch die Erstellung einer Karriereseite für den Pflegedienst. So können nicht nur die Stellenanzeigen direkt über die gängigen Bewerbermanagementsysteme eingebunden werden, sondern auch Personalkampagnen und kreative Stellenanzeigen zum Recruiting von Pflegekräften positionieren.
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Die sozialen Netzwerke
Hier können Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok aber auch Business-Plattformen wie LinkedIn und Xing benutzt werden, um auf sich aufmerksam zu machen. Man spricht bei dieser Art der Mitarbeitergewinnung auch von Social Recruiting in der Pflege. Auf Facebook und Instagram kann beispielsweise Storytelling benutzt werden, um auf sehr glaubwürdige und attraktive Art und Weise mit der Zielgruppe zu kommunizieren. Ein weiterer Vorteil ist, dass angehende Bewerber die Möglichkeit haben, sich direkt mit dem Unternehmen zu verbinden, Rückfragen stellen können, bevor sie sich für ein Angebot entscheiden und auf das Unternehmen zugehen.
Werden Anzeigen auf Instagram oder Facebook geschaltet, werden sie als eigenständige Beiträge und Storys zwischen den organischen Ergebnissen geschaltet. Während Bewerber bei Stellenportalen direkt auf die Suche gehen, macht ein Unternehmen in den sozialen Netzwerken so unbewusst auf die offenen Stellen aufmerksam. Denn: Die User befinden sich zum großen Teil aus privaten Motiven auf den Plattformen und werden nur durch „Zufall“ auf ein Unternehmen aufmerksam gemacht. So erreicht man auch die Personen, die vielleicht noch gar nicht aktiv auf Jobsuche sind. Dies gilt insbesondere für die Plattform TikTok im Allgemeinen & TikTok Recruiting für Pflegefachkräfte. So hat Pflegepersonal Tag- und Nachtschichten abzuleisten. Während die Tagschicht kaum eine Pause erlaubt, ergibt sich Nachts noch eher die Möglichkeit kurz zur Ruhe zu kommen und einen Blick in die sozialen Medien zu werfen. Hier können Unternehmen ihr Marke erfolgreich positionieren und spielerisch durch lustigen, aufklärerischen und informativen Content im privaten Umfeld von Pflegefachkräften für sich werben.
Firmen, die sich erfolgreich über soziale Netzwerke präsentieren, integrieren oft die eigenen Mitarbeiter. Die „Stellenanzeigen“ werden also nicht über die Chefetage oder die Personalabteilung vorangetrieben, sondern es sind die eigenen Mitarbeiter, die hier eine Hauptrolle spielen. Diese Art der Kommunikation ist wesentlich authentischer als bei klassischen Stellenanzeigen.
Klassische & branchenspezifische Jobbörsen
Der geeignetste Ort für eine Stellenausschreibung ist heutzutage eine klassische Online-Jobbörse wie beispielsweise Jobsuche Regional, Xing, Stepstone oder Monster, um kompetente Mitarbeiter in der Pflege zu finden. Die Anbieter überzeugen mit unterschiedlichen, auf die Bedürfnisse des Arbeitgebers angepassten, Veröffentlichungspaketen für die offenen Vakanzen. Unternehmen profitieren bei ihrer Mitarbeitergewinnung dabei insbesondere von der Bekanntheit der Jobportale und erreichen mit wenig Kosten- & Zeitaufwand ein breites Publikum. Arbeitgeber in der Pflege- und Gesundheitsbranche sollten zur Rekrutierung von Pflegepersonal aber vor allem auf branchenspezifische Jobbörsen wie Pflegejobs.rocks setzen, die durch ihre Spezialisierung zielgruppengenau Pflegekräfte & Krankenpfleger erreichen. Dort erzielen Sie kosteneffizient die besten Ergebnisse, erhalten ausreichend qualifizierte Bewerbungen und haben die größte Wahrscheinlichkeit, den richtigen Mitarbeiter für Ihren Betrieb zu finden.
Auf Google gefunden werden
Google ist eine Suchmaschine, die tagtäglich von Nutzern weltweit genutzt wird. Umso wichtiger ist es, das Unternehmens via Google Recruiting langfristig zu positionieren, um Kandidaten auf Jobsuche & Interessierte auf Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. So ist eine grundlegende Suchmaschinenoptimierung der Website und die Optimierung auf mobile Geräte heutzutage essenziell für den Erfolg im Internet. Auch hier kann Werbung für vakante Stellen innerhalb kürzester Zeit effizient platziert werden und erreicht eine noch größere Anzahl an potenziellen Kandidaten. Besonders interessant: Durch die Positionierung der Unternehmen auf „Google My Business“ können Betriebe von Usern auf Google Maps gefunden werden. Diese lokale Ausrichtung kann zusätzlich durch regional begrenzte Google Ads unterstützt werden, sodass das Werbebudget von Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern maximal kosteneffizient für die Mitarbeitergewinnung in der Pflege genutzt wird.
Personalvermittlung & Headhunter
Insbesondere bei stark nachgefragten Fachkräften lohnt sich der Einsatz von Personalvermittlungen & Headhuntern. So können Schlüsselpositionen, die für die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs essenziell sind, schnell besetzt und Ausfälle vermieden werden. Headhunter bedienen sich dabei ihres breiten Netzwerks an Kontakten in der Branche und können durch ihre Expertise & Know-How die richtigen Kandidaten, anhand ihres erstellten Anforderungsprofils, für die vakante Stelle finden. Der gesamte Recruitingprozess wird dem Headhunter vertrauensvoll übergeben. Pflegeeinrichtungen profitieren im Besonderen durch die signifikante Zeitersparnis, die das Outsourcing des Rekrutierungsprozesses mit sich bringt. Die Erfolgsaussichten einer Personalvermittlung sind durch jahrelange Erfahrung im Recruiting & Branchenkenntnis für kurzfristig offene Stellen am besten.
Tipps für erfolgreiches Recruiting in der Pflege:
- Integrieren Sie wertvolle Benefits in Ihre Recruiting-Kampagne
- Nutzen Sie die eigene Website, um auf kreative Stellenanzeigen aufmerksam zu machen
- Investieren Sie in Kampagnen, die Sie in den sozialen Netzwerken einstellen
- Setzen Sie auf Storytelling und gestalten Sie ansprechende Videos
Nutzen Sie ein Bewerbermanagementsystem?
In folgenden Systemen sind wir bereits gelistet:
Fehlt Ihr Bewerbermanagementsystem? Schreiben Sie uns!
Gerne kümmern wir uns um eine Aufnahme.
Fazit: Die Personalrekrutierung in der Pflege
Der Personalmangel bei qualifizierten Pflegekräften ist kein Geheimnis. Aus diesem Grund ist es von elementarer Bedeutung, dass Personalverantwortliche bei der Mitarbeitergewinnung in der Pflege kreativere Wege gehen. Dadurch haben die Unternehmen die Möglichkeit ein Blick hinter die Kulissen zu werfen, ihre besonderen Vorteile hervorzuheben und durch die richtige Ansprache auch die Aufmerksamkeit der richtigen Bewerber auf sich zu ziehen. Die Recruitingkampagne sollte gut durchorganisiert und mit ansprechenden Benefits Aufmerksamkeit erregt werden.
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[ AUTOR ]
Lisa Werner
Gestaltung & Kundenbetreuung, HR Rocket GmbH
Lisa Werner ist seit der ersten Jobbörse 2012 Teil von HR Rocket und kennt die Entwicklung des Familienunternehmens aus erster Hand, vom regionalen Portal bis zum Netzwerk mit 127 eigenen Jobbörsen. Als Gestalterin und Kundenbetreuerin gestaltet sie Stellenanzeigen und begleitet Arbeitgeber persönlich von der ersten Kampagne bis zur erfolgreichen Einstellung.