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Bewerbungsabsagen: Muster und Vorlagen

Bewerbungsabsagen sind meist für Personaler und für den Bewerber unerfreulich. Es gilt ein gutes Taktgefühl bei Formulierungen zu zeigen. Lesen Sie jetzt, welche Formulierungen passend sind und lernen Sie, wie Sie mit Bewerbungsunterlagen richtig umgehen können. Dies zeigen wir Ihnen anhand von anschau­lichen Mustern und Beispielen.

Frau weiß nicht, wie sie Absage schreiben soll.

Die richtige Formulierung von Bewerbungsabsagen ist entscheidend, um respektvoll mit Bewerbern umzugehen. Eine gut formu­lierte Absage zeigt Wertschätzung und hinter­lässt einen positiven Eindruck. Dies stärkt das Employer Branding und ermutigt den Bewerber, sich bei zukünf­tigen Gelegenheiten erneut zu bewerben. Zu vermei­dende Fehler sind unper­sön­liche Phrasen, das Ignorieren oder verspätete Absagen. Diskriminierende Formulierungen müssen vermieden werden, um recht­liche Vorgaben wie das AGG zu erfüllen. Tipps zur richtigen Formulierung: Dank für das Interesse, freund­liche Erklärung der Entscheidung und Wünsche für die Zukunft. Talentierte Kandidaten können in einen Talentpool aufge­nommen werden. Wichtige Aspekte betreffen den daten­schutz­kon­formen Umgang mit Bewerbungsunterlagen gemäß DSGVO. Nach Absagen müssen Daten gelöscht oder mit Einverständnis gespei­chert werden. Postale Unterlagen sollten zurück­ge­sendet oder vernichtet werden. Für die richtige Vermittlung der Absage wird ein persön­licher Kontakt (z. B. Telefon) empfohlen. Alternativ sind E‑Mails oder Briefe möglich, wobei Freundlichkeit und Professionalität gewahrt bleiben. Wir stellen Ihnen Muster und Vorlagen für Absagen zur Verfügung, doch achten Sie drauf eine indivi­duelle Anpassung vorzu­nehmen. (Geschätzte Lesezeit: 15–20 Minuten)

Bewerbungsabsagen — Tipps für Arbeitgeber

Potenzielle Kandidaten haben sich auf eine zu beset­zende Arbeitsstelle, einen Ausbildungsplatz oder initiativ beworben? Es wurde ein besser geeig­neter Kandidat für die ausge­schriebene Stelle bevorzugt und Sie müssen dem Mitbewerber, der es nicht geschafft hat, nun eine Jobabsage schreiben? Keine leichte Aufgabe, denn der Bewerber sollte eine persön­liche und profes­sio­nelle Absage zu seiner Bewerbung in Ihrem Unternehmen erhalten. 
Wie sagt man Bewerbern profes­sionell und doch einfühlsam, dass sie die Stelle oder den Ausbildungsplatz nicht bekommen? Wie formu­liert man eine höfliche Absage?

In unserem Beitrag haben wir für Sie hilfreiche Tipps und Muster zur Absage einer Bewerbung bereit­ge­stellt, Bedenken Sie, dass unsere Muster lediglich als hilfreiche Anregung dienen sollten und Sie in jeder Situation speziell für den Bewerber evalu­ieren sollten. Absagen zu Bewerbungen — Das gilt es zu beachten: 

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Bewerbungsabsagen: Die richtigen Formulierungen

Ein Absageschreiben zu verfassen ist sicherlich kein Punkt auf der Tagesagenda, der Ihnen als Arbeitsgeber Freude bringt. 

Tatsächlich empfinden viele Personaler Bewerbungsabsagen als unange­nehme Aufgabe, denn das Versenden, bzw. die telefo­nische Überbringung von Absagen kosten Zeit und sind für den Firmenerfolg scheinbar nicht zuträglich. 

Wenn Sie aller­dings Wert auf ein gutes Employer Branding und einen respekt­vollen Umgang mit Ihren Bewerbern legen, dann inves­tieren Sie etwas Zeit in profes­sio­nelle und indivi­duelle Absagen zu Bewerbungen. Denn es ist wichtig, einer Bewerbung genauso viel Aufmerksamkeit und Wertschätzung zu schenken, wie jedem anderen Schreiben, das Ihr Unternehmen verlässt.

Warum sollten Sie sich extra für ein Absageschreiben noch den Kopf zerbrechen, wenn die Bewerber doch eh aus dem Rennen sind? Wir zeigen, wie man mit Taktgefühl höfliche Absagen formu­liert und nachhaltig einen guten Eindruck als poten­zi­eller Arbeitgeber hinterlässt.

Eine einfühlsame Wortwahl — Schlechte Nachrichten fair formulieren

Eine Jobabsage zu formu­lieren, erfordert Zeit und ein gewisses Feingefühl. Eine Bewerbung ist der erste Eindruck, den Sie sich von einer Person machen, die gerne in Ihrem Unternehmen arbeiten möchte. Deswegen ist es wichtig, dass Sie sich die Bewerbungen sorgfältig durch­lesen. Sollten Sie danach zu dem Entschluss kommen, dass es schon vor einem Vorstellungsgespräch zur Absage kommt, können Ihnen unsere Tipps und Muster dabei helfen, verschiedene Bewerbungsabsagen zu formulieren.

Initiativbewerbungen oder Bewerbungen nach Fristende können direkt mit einer Absage zur Bewerbung beant­wortet werden.  Dabei gilt es, sich herzlich für das Interesse am Unternehmen zu bedanken und höflich die Beweggründe für die Absage der Initiativbewerbung zu erläutern. Im selben Atemzug kann eine Eintragung im Talentpool empfohlen werden, um in Zukunft zu offenen Stellenausschreibungen infor­miert zu werden und einen zeitlichen Vorteil im Bewerbungsprozess zu bekommen. 

Sollten Sie eine Stelle ausge­schrieben haben, in der eine Abgabefrist für Bewerbungen vermerkt wurde, so können Sie mit einer Bewerbungsabsage getrost auch auf das Ende dieser Frist warten. Viele Unternehmen ziehen es vor, diesen Arbeitsvorgang in einem Aufwasch zu erledigen. Den Bewerbern ist bewusst, dass sie vermutlich vor Ende der Einsendefrist keine Rückmeldung erhalten werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht dankbar über eine frühere Antwort sind.

Sind Sie an einem Bewerber oder einer Bewerberin grund­sätzlich nicht inter­es­siert, sollten Sie möglichst schnell eine höfliche Absage zur Bewerbung übermitteln.

Bewerbungen auf eine Praktikumsstelle können entweder Initiativbewerbungen oder Bewerbungen auf eine ausge­schriebene Stelle sein. In beiden Fällen können Sie die Absage kurz und ohne große Begründung schreiben. Trotzdem sollten Sie bei einer solchen Bewerbungsabsage nicht auf Erfolgswünsche verzichten.

Eine solche Absage können Sie ähnlich formu­lieren, wie eine Bewerbungsabsage auf eine Arbeitsstelle. Auch hierbei gilt es zu beachten, ob der Bewerbungszeitraum für den Ausbildungsplatz mit oder ohne Einsendefrist vermerkt wurde.

Englischsprachige Bewerbungen sind in der heutigen Zeit nicht mehr unüblich. Bis auf die Sprache gibt es beim Absageschreiben in engli­scher Sprache keinen Unterschied zur deutschen Variante. 

Die Absage zu Bewerbungen nach den Vorstellungsgesprächen bilden meist die letzte Phase des Bewerbungsprozesses. Eine Absage nach dem Vorstellungsgespräch

  • dient zur Benachrichtigung über die Absage zur Bewerbung
  • soll die Absage erträg­licher gestalten, indem Aufmunterung vermittelt wird
  • beinhaltet die besten Wünsche für den zukünf­tigen beruf­lichen Werdegang.
Team bespricht die Absage auf eine Initiativbewerbung.
Team bespricht die Absage auf eine Initiativbewerbung.

Folgende Fehler sollten Sie in der Bewerbungsabsage vermeiden

Ein Beispiel: „Sehr geehrter Bewerber, zu unserer Entlastung erhalten Sie anliegend Ihre Bewerbungsunterlagen zurück. Leider konnten wir Ihre Bewerbung bei unserer Suche, für einen geeig­neten Kandidaten, auf unsere ausge­schriebene Stelle/ausgeschriebenen Ausbildungsplatz nicht berück­sich­tigen. Für Ihre weitere Suche wünschen wir Ihnen weiterhin viel Erfolg.“ Diese Bewerbungsabsage ist eher misslungen. 

  • „Sehr geehrter Bewerber, …“ – Diese Form der Anrede ist sehr unper­sönlich. Die Kandidaten sollten immer mit Namen angesprochen werden.
  • Besser ist: „Sehr geehrte/r Frau/Herr Mustermann, …“
  • Der Satz „zu unserer Entlastung erhalten Sie anliegend Ihre Bewerbungsunterlagen zurück.“ ist unpro­fes­sionell und wird vom Bewerber mögli­cher­weise als frech empfunden. Denn mit dieser Formulierung geben Sie als Personaler dem Kandidaten das Gefühl, dass seine Bewerbung und Bewerbungsunterlagen eine Belastung für Ihr Unternehmen darstellen.

6 Tipps zur richtigen Formulierung

Um zu verstehen, wie sich schlecht formu­lierte Bewerbungen anfühlen, bedarf es sicherlich keinem Bericht oder einer Dokumentation zur Jobsuche im Fernsehen. Um Personen, die auf Jobsuche sind, Bewerbung für Bewerbung schreiben und doch jedes Mal eine Absage erhalten, nicht wie viele andere Unternehmen vor den Kopf zu stoßen, finden Sie im folgenden 6 Tipps, um Absagen an Kandidaten so angenehm wie möglich zu formu­lieren.

  1. Ehrlichkeit.
    Teilen Sie dem Bewerber so offen und ehrlich wie möglich mit, was die Gründe für die Bewerbungsabsage sind (Vorsicht: siehe Gleichbehandlungsgesetz!). Eine Absage ist eine emotionale und persön­liche Angelegenheit für den Bewerber. Zusätzlich können Sie die Möglichkeit eines telefo­ni­schen Feedbackgesprächs anbieten.

  2. Untertreibung.
    Vermeiden Sie hochge­sto­chene und geschwollene Formulierungen sowie leere Standardphrasen. Bringen Sie die Sache lieber persönlich auf den Punkt. 

  3. Professionalität.
    Sprechen Sie den Bewerber mit Namen an. Formulieren Sie außerdem eine freund­liche Einleitung, beispiels­weise mit einem Dank für das Zusenden der Bewerbungsunterlagen. Bedanken Sie sich für das Interesse am Unternehmen und/oder wünschen Sie dem Bewerber Erfolg für die Zukunft und nutzen Sie eine seriöse Grußformel. Beenden Sie das Schreiben außerdem als persön­licher Ansprechpartner.

  4. Eigene Marke Stärken.
    Denken Sie darüber nach, wie Sie sich durch sogenanntes Employer Branding (Arbeitgebermarke) in der Bewerbungsabsage positio­nieren können. Somit können Kandidaten auch nach einer Absage noch etwas Positives mit Ihnen als Unternehmen verbinden.

  5. Beachtung.
    Bitten Sie wirklich gute Kandidaten um deren Einverständnis, die Bewerbungsunterlagen in einem Bewerberpool behalten zu dürfen. So kann der Bewerber bei zukünf­tigen Stellenbesetzungen gleich berück­sichtigt werden.

  6. Zeit.
    Lassen Sie sich für eine Bewerbungsabsage nicht zu viel Zeit. Nach zwei Monaten eine Absage zu erhalten, egal wie gut sie geschrieben ist, sorgt bei den Kandidaten meist für noch mehr Ernüchterung.

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Schreiben Sie Absagen zu Bewerbungen so, wie Sie sie selbst erhalten möchten

Vor Beginn einer Bewerbungsabsage sollten Sie sich die Frage stellen, wie Sie selbst eine solche Absage zur Bewerbung erhalten möchten. So können Sie sich auf jeden Fall sicher sein, dass Ihr Absageschreiben echt und authen­tisch beim Bewerber wirkt, denn eine höfliche Absage wird von den meisten Menschen am Ende doch mit Verständnis aufgenommen. 

Bewerber ärgert sich über Jobabsage.
Bewerber ärgert sich über Jobabsage.

Bewerbungsabsagen: Darauf sollten Sie achten

Ein schlechtes Bewerbermanagement schadet Ihrem Ruf 

Zur Außenwirkung eines Unternehmens zählen vielerlei Faktoren. Sicherlich gehören vor allem die Arbeitsbedingungen und Leistungen für die eigenen Arbeitnehmer dazu. Doch auch Mitarbeiter, die dem Unternehmen eigentlich gar nicht angehören, können für einen guten oder schlechten Ruf des Unternehmens sorgen. Reagieren Sie besonders spät oder gar nicht auf Bewerbungen und verzichten darauf, Kandidaten über eine Absage in Kenntnis zu setzen, riskieren Sie, dass dieser verschmähte Mitarbeiter seine schlechten Erfahrungen mitteilt. Bewiesenermaßen sprechen enttäuschte Bewerber über die Absage mit Ihrem näheren Umfeld oder sogar im Internet und prägen so das Ansehen eines Unternehmens.

Reagieren Sie zeitnah mit einer Absage zu Bewerbungen

In welchem Zeitraum nach Eingang einer Bewerbung mit einer Absage reagiert werden sollte, hängt vor allem vom Bewerbungsprozess ab. Grundsätzlich gilt: Je früher ein Kandidat erfährt, dass er die ausge­schriebene Stelle nicht bekommt, desto besser. Schließlich bewerben sich Jobsuchende häufig nicht nur bei einer Firma und freuen sich, Ihre Chancen auf einen Job auch in Bezug auf das nächste Vorstellungsgespräch oder mögliche Terminvereinbarungen möglichst schnell einschätzen zu können.

DSGVO – So sollten Sie mit den Bewerber-Unterlagen umgehen

Die Einführung der DSGVO sowie des neuen BDSG haben für Unternehmen zu einigen Veränderungen geführt. Diese Auswirkungen betreffen unter anderem auch die Beziehung zu möglichen Kandidaten für eine zu beset­zende Stelle. Um der DSGVO gegenüber Bewerbern gerecht zu werden, haben wir hier für Sie die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Die zwei Optionen nach der Bewerbungsabsage

Als Unternehmen haben Sie nach einer Absage zwei Möglichkeiten:

  • Zurückschicken oder Löschen der Bewerbungsunterlagen
  • Einbehalten der Unterlagen, wenn es sich um einen inter­es­santen Kandidaten handelt.

Bei letzterer Option, müssen Sie sich zuerst die ausdrück­liche Zustimmung des Bewerbers einholen, um seine Unterlagen behalten zu dürfen. Gemäß der DSGVO dürfen perso­nen­ge­bundene Daten nämlich nur dann gespei­chert und verar­beitet werden, wenn sie zweck­be­zogen sind. Ist die Stelle besetzt oder wurde einem eher ungeeig­neten Kandidaten abgesagt, dann müssen die Daten, und auch die Notizen, die Sie sich während des Vorstellungsgesprächs gemacht haben, gelöscht werden.

So müssen Sie mit den jewei­ligen Unterlagen vorgehen

Bewerbungsunterlagen per Post
Hier sind Sie als Unternehmen verpflichtet, die Unterlagen, die Sie auf dem Postweg erhalten haben, innerhalb einer Frist von zwei bis drei Monaten an den Bewerber zurück­zu­schicken. Einzige Ausnahme wäre, wenn der Kandidat zugestimmt hat, dass seine Unterlagen vernichtet werden dürfen.

Bewerbungsunterlagen per E‑Mail
Hier wird es aus Sicht der DSGVO schon etwas kompli­zierter. Wenn sich Bewerber auf eine ausge­schriebene Stelle oder initiativ bewerben, dann wird die Bewerbung im Unternehmen von einem PC zum nächsten weiter­ge­leitet. Bei einer Absage besteht nun die Gefahr, dass nicht jede invol­vierte Stelle im Unternehmen infor­miert wird. Und das ist letzten Endes ein Verstoß gegen die DSGVO. Für Unternehmen ist es wichtig, dass Sie sich einen logischen Ablauf überlegen, wie sämtliche Daten von Bewerbern aus der Firmen-Cloud und von allen Computern der Mitarbeiter gelöscht werden. Dieser Prozess sollte fester Bestandteil des, nun ohnehin zu führenden, Verfahrensverzeichnisses sein. 

Personaler erklärt Grund für Absage.
Personaler erklärt Grund für Absage.

Bewerbungsabsagen: So überbringen Sie diese richtig

Absage zur Bewerbung per Anruf – der persön­liche Kontakt

Die persön­lichste Form, einem Bewerber die negative Nachricht zu übermitteln, ist ein Anruf. Ein Telefonat wirkt am aufrich­tigsten und zeigt deutlich Interesse an den einzelnen Kandidaten. Gerade unschöne Botschaften lassen sich durch eine freund­liche Stimme und persön­lichen Kontakt sehr viel besser überbringen. Jedoch sollten Sie sich vorher gut überlegen, wie Sie die telefo­nische Absage der Bewerbung formulieren. 

Versenden einer Bewerbungsabsage per E‑Mail & Post

Sollten Sie die Absage zur Bewerbung posta­lisch oder per E‑Mail versenden wollen, so sollten Sie unbedingt alle recht­lichen Voraussetzungen beachten:
Wie bei der Ausschreibung einer Stellenanzeige zur Mitarbeitersuche darf auch eine Absage zur Bewerbung keine Diskriminierung einer spezi­ellen Personengruppe beinhalten. Andernfalls riskieren Sie ein Wiedersehen mit dem Bewerber vor Gericht, der bei einer Diskriminierung (aufgrund von ethni­scher Herkunft, Religionszugehörigkeit, persön­licher Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Behinderung) die Zahlung einer Entschädigung einklagen kann. Grundsätzlich gelten für die Formulierung der Absage per E‑Mail dieselben Regeln wie für posta­lische Ablehnungsschreiben, obgleich elektro­nische Absagen in kürzerer Fassung geschrieben wird. 

Die ungeschönte Wirklichkeit: Gründe, die zu Bewerbungsabsagen führen, aber so nicht kommu­ni­ziert werden dürfen.

Gründe, wie:

  • eine grund­sätz­liche, persön­liche Antipathie
  • eine hohe Umzugswahrscheinlichkeit
  • eine besonders einseitige Geschlechterverteilung im Unternehmen
  • eine Weltanschauung, die nicht zur Unternehmensphilosophie passt

mögen mögli­cher­weise nachvoll­ziehbar wirken, sollten die profes­sio­nelle Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten aber im Normalfall nicht beein­flussen. Würde ein Personalverantwortlicher den Fehler begehen, explizit solche Faktoren als Begründung für eine Absage nennen, bestünde damit eine nachweis­liche Verletzung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG). Bewerbungsabsagen müssen grund­sätzlich diesen gesetz­lichen Richtlinien folgen. Das führt aller­dings leider auch dazu, dass der Inhalt oftmals sehr unper­sönlich wirkt und dem Bewerber daraus nicht klar ersichtlich ist, warum genau die Position im Unternehmen für Ihn oder Sie nicht infrage kommt.

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Bewerbungsabsagen: Bewerbungsunterlagen einbe­halten oder zurücksenden?

Ob man die Bewerberunterlagen einbehält, ist ganz abhängig davon, ob die Möglichkeit einer späteren Einstellung grund­sätzlich besteht.

Bewerbung für späteren Zeitpunkt speichern

In manchen Bereichen oder Branchen kann es sein, dass der Bewerber mögli­cher­weise für andere Aufgabengebiete des Unternehmens oder für eine Anstellung zu einem späteren Zeitpunkt von Interesse ist. In diesem Fall ist es durchaus legitim die Bewerbungsunterlagen im Unternehmen zu behalten (Stichwort Talentpool). Teilen Sie dies jedoch in der Bewerbungsabsage mit und bitten Sie um Einverständnis. So nehmen die dem negativen Schreiben direkt etwas faden Beigeschmack, sorgen für Aufmunterung und Hoffnung beim Kandidaten und polieren Ihr Firmenimage etwas auf. >Die Chance auf eine Anstellung zu einem späteren Zeitpunkt sollte jedoch natürlich auch tatsächlich bestehen!

Es besteht langfristig kein Interesse

Ist der Bewerber auch auf lange Sicht oder für andere Positionen im Unternehmen uninter­essant oder nicht geeignet, so ist es höflich die Bewerbungsunterlagen beiliegend zum Schreiben an den Absender zurück­zu­senden. Hochwertige Bewerbungsmappen oder Bewerbungsfotos können schließlich häufig mehrfach genutzt werden. Es gilt natürlich nur für posta­lische Bewerbungen, dass einbe­haltene Unterlagen selbst­ver­ständlich nach Ablauf der Frist vernichtet werden. Dies muss in der Bewerbungsabsage nicht extra erwähnt werden.

Bewerbungsabsagen: Muster und Vorlagen

Schlechte Nachrichten werden von niemanden gerne erhalten und übermittelt. Trotzdem möchten Sie den abgesagten Kandidaten positiv in Erinnerung bleiben. Genau für diese Ziele haben wir unsere Bewerbungsabsagen Muster auf drei wesent­liche Aspekte abgestimmt:

  1. Persönlichkeit
    Verzichten Sie auf Standardphrasen wie „Sehr geehrte/r Bewerber/in“, sondern sprechen Sie den Kandidaten persönlich mit seinem Namen an. Beziehen Sie sich außerdem auf die beworbene Stelle und bedanken Sie sich für das entge­gen­ge­brachte Interesse am Unternehmen.
  2. Grund der Absage
    Es gibt nichts Schlimmeres, als Bewerbern keinen Grund für die Absage zu nennen. Eine positive Formulierung der vielen Gründe, die zu einer Absage geführt haben, ist nicht immer leicht. In unserem Beitrag finden Sie dazu ein paar Hilfestellungen für die richtige und passende Formulierung.
  3. Kontakt bestehen lassen
    Mit dem Angebot, den Kandidaten in den Bewerberpool/Talentpool aufzu­nehmen, können Sie den Bewerber auf neue Stellenangebote aufmerksam machen, die zu seinen Qualifikationen passen. Dieser Aspekt dient sowohl den Bewerbern als auch Ihnen als Unternehmen.

Wie bereits oben erwähnt, ist die reine Verwendung unserer Muster für Bewerbungsabsagen niemals ausrei­chend für eine quali­tativ hochwertige Absage. Damit Ihre Bewerber sich ernst genommen fühlen und sich gegebe­nen­falls erneut bei Ihnen bewerben, sollten Sie mehr Zeit inves­tieren und eine indivi­duelle Absage formu­lieren. Konstruktives Feedback lässt sich nun einmal nicht in einem Muster vorfertigen. 

Bewerberin kann Grund der Absage nicht verstehen.
Bewerberin kann Grund der Absage nicht verstehen

Häufige Fragen zu Bewerbungsabsagen durch den Arbeitgeber

Es ist keine Pflicht, dass Sie als Arbeitgeber einem Kandidaten im Falle einer nicht erfolg­reichen Bewerbung absagen. Dennoch ist es ratsam, sich die Mühe zu machen, da eine Absage zu Bewerbungen für das Image Ihres Unternehmens förderlich ist.

Egal ob sich die Absage auf einen Ausbildungsplatz oder eine Arbeitsstelle bezieht, formu­lieren Sie das Absageschreiben mitfühlend und schicken Sie es auch zeitnah ab. So vermeiden Sie, dass der Bewerber seinem Ärger in den sozialen Medien Luft macht und Ihrem Image als Unternehmen schadet.

 

Sie sind als Unternehmen nicht verpflichtet, eine Absage näher zu begründen. Allerdings kann sich absolutes Schweigen auch negativ auswirken, sodass sich der Kandidat, dem Sie abgesagt haben, diskri­mi­niert fühlt.

Der Europäische Gerichtshof hat in einem Urteil zu einem solchen Fall geschrieben, dass die Verweigerung des Zugangs zu Informationen ein Gesichtspunkt sein kann, der im Rahmen des Nachweises von Tatsachen, die das Vorliegen einer Diskriminierung vermuten lassen, heran­zu­ziehen ist.

In Zukunft könnten wohl anony­mi­sierte Bewerbungsverfahren eine sinnvolle Alternative sein. Sie tragen auf der einen Seite dazu bei, die Prozesse trans­pa­renter zu gestalten und auf der anderen Seite könnte das Feedback so ein wenig konkreter ausfallen.

Da nur einer der Kandidaten die Stelle bekommt, müssen Sie den anderen absagen. Wenn bei Bewerbungsabsagen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aller­dings nicht hinrei­chend beachtet wurde, kann es zu einer Entschädigungsklage der abgelehnten Kandidaten kommen.

Achten Sie deswegen darauf, die Absage zur Bewerbung vorsichtig und behutsam zu formulieren. 

So gesehen spricht nichts gegen Textbausteine. Sie als Personaler können durchaus E‑Mail-Vorlagen oder Muster für die Absage zur Bewerbung verwenden. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass diese Antworten nicht so klingen, als ob Sie von einem Chatbot geschrieben wurden.

Gehen Sie also einen so genannten Mittelweg, indem Sie unsere Muster und Vorlagen verwenden, diese aber indivi­duell auf den jewei­ligen Bewerber abstimmen.

Aus Sicht des Bewerbers wäre es positiv, wenn Sie als Personaler die Gründe für die Bewerbungsabsage offen und ehrlich kommunizieren.

Einige Kandidaten möchte aus Ihrem Feedback für das nächste Gespräch lernen. Andere hingegen neigen dazu, mit Ihnen zu disku­tieren und sich zu recht­fer­tigen. Aus Sicht der meisten Juristen ist es daher ratsam, die genauen Absagegründe nicht zu erläutern. Halten Sie die Absage zur Bewerbung, egal ob mündlich oder schriftlich, so allgemein wie möglich, um so Verstöße gegen das Allgemein Gleichbehandlungsgesetz und eventuelle langwierige Diskussionen mit dem abgelehnten Bewerber zu vermeiden.

Team bespricht, welche Bewerber abgelehnt werden müssen.
Team bespricht, welche Bewerber abgelehnt werden müssen.

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Mitarbeiter und Fachkräfte finden

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