[ BEITRAG ]

Remote Recruiting

Remote Recruiting ist in Zeiten der Digitalisierung und Globalisierung nicht mehr wegzu­denken. Die Flexibilität von Ort & Zeit ermög­licht die Erschließung neuer Arbeitsmärkte und die Rekrutierung von Personal weltweit. Bietet ein Unternehmen kein remote Recruiting an, kann dies von Bewerbern negativ aufge­fasst werden. Lesen Sie mehr!

Mitarbeiterin beim Remote Recruiting Bewerbungsgespräch

Remote Recruiting ist die virtuelle Personalbeschaffung über Tools wie Video- oder Telefonkonferenzen, die den gesamten Bewerbungsprozess ohne persön­lichen Kontakt ermög­lichen. Es wird vor allem in Zeiten wie der Corona-Pandemie oder bei globalen Unternehmen einge­setzt, um ortsun­ab­hängig neue Mitarbeiter zu gewinnen. Die Vorteile  sind Kosten- und Zeitersparnis, beschleu­nigte Prozesse, weniger Stress für Bewerber und ein verbes­sertes Employer Branding. Nachteile entstehen durch mögliche technische Hürden und die Tatsache, dass Bewerber das Unternehmen zunächst nur digital kennenlernen.Zu den nützlichen Tools gehören Zoom und Slack, die Funktionen wie Videokonferenzen, Screensharing und einfache Dateiübertragung bieten. Auch Skype und Microsoft Teams sind bewährte Alternativen. Für gelun­genes Remote Recruiting müssen Technik und Kommunikation reibungslos funktio­nieren, und das Unternehmen sollte sich profes­sionell und flexibel präsen­tieren, um eine positive Erfahrung für den Bewerber zu schaffen und die Arbeitgebermarke zu stärken. (Geschätzte Lesezeit: 10–15 Minuten)

Remote Recruiting per Definition

Remote Recruiting bedeutet aus dem Englischen übersetzt in etwa „Fern-Personalbeschaffung“ und definiert dementspre­chend den virtu­ellen Recruiting-Vorgang über Anwendungen wie Video- oder Telefonkonferenzen sowie die Verwendung entspre­chender Programme und Applikationen. Ziel ist es, einen Bewerbungsvorgang auch ganz ohne persön­lichen Kontakt durch­führen zu können, sofern Möglichkeit und Notwendigkeit bestehen.

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Wann wird Remote Recruiting eingesetzt?

Remote Recruiting findet in vielerlei Situationen Anwendung. Besonders im Verlauf der Corona-Pandemie, in der Home-Office immer mehr an Bedeutung gewann, wurde diese Form des virtu­ellen Recruitings genutzt, um trotz Kontaktbeschränkungen einen angemes­senen Bewerbungsvorgang bzw. ein angemes­senes Recruiting zu gewähr­leisten. Durch Telefon- und Videokonferenzen lässt sich auf direktem Wege mit poten­zi­ellen Interessenten, Bewerbern oder Mitarbeitern kommu­ni­zieren. In Videokonferenzen können somit auch Aspekte wie Gestik und Mimik berück­sichtigt werden.

Nun könnte man meinen, dass das Remote Recruiting erst während der Corona-Pandemie erfunden wurde und seither profes­sionell durch­ge­führt wird, dem ist aber keines­falls so. Große, weitläufige Unternehmen, die ihre verschie­denen Sitze weit verteilt haben, nutzen diesen Vorteil schon lange, um in der Lage zu sein, neue Mitarbeiter zu finden und entspre­chend zu binden.

Mitarbeiterin im Remote Zoom-Call
Mitarbeiterin im Remote Zoom-Call

Vor- und Nachteile von virtu­ellem Remote Recruiting

Da die Technik sich nach wie vor unauf­hörlich weiter­ent­wi­ckelt, ist ganz klar damit zu rechnen, dass auch das virtuelle Remote Recruiting weiterhin Verwendung findet. Ganz gleich, ob während der Corona-Pandemie oder in den Zeiten danach. Die bisherige Verwendung sowie entspre­chende Erfahrungsberichte zeichnen gewisse Vor- und Nachteile ab, mit denen das Remote Recruiting konfron­tiert wird.

Vorteile des Remote Recruitings

  • Kosten und Zeit können massiv gespart werden.
  • Das Image als moderner Arbeitgeber, der mit der Zeit geht, wird verbessert und folglich auch das Employer Branding.
  • Durch Kommunikationstechnik wird die Ortsunabhängigkeit verstärkt.
  • Der Bewerbungsprozess kann enorm beschleunigt werden.
  • Notizen, die vorher gefertigt wurden, können genutzt werden.
  • Es entsteht ein gerin­gerer Organisationsaufwand.
  • Für den Bewerber entsteht weniger Stress.
  • Das Unternehmen beweist während Ausnahmesituationen, wie während der Corona-Pandemie, verant­wor­tungs­be­wusstes und flexibles Handeln.

Die Vorteile von Remote Recruiting sind also zahlreich und lassen den Blick auf eine Zukunft voller Potenzial schweifen. Allerdings bestehen auch Nachteile bzw. Herausforderungen, die mit Remote Recruiting verbunden sind.

Nachteile des Remote Recruiting

  • Die techni­schen Voraussetzungen müssen erfüllt und die Technik selbst funkti­ons­tüchtig sein. Ist dies nicht der Fall, kann der Bewerbungsprozess massiv gestört und verlangsamt werden.
  • Ein angemes­senes Konzept muss erst einmal entwi­ckelt und etabliert werden.
  • Bewerber lernen das Unternehmen vorerst nur digital kennen. 

Auffällig hierbei ist, dass keiner dieser Punkte einen wahren Nachteil des Remote Recruitings darstellt, sondern lediglich Herausforderungen, die gemeistert werden wollen. Die Aussage hierbei ist klar: Etabliert ein Unternehmen ein angemes­senes Konzept in Bezug auf Remote Recruiting, organi­siert die entspre­chende Technik und geht verant­wor­tungsvoll mit seinen Ressourcen um, ist der entste­hende Vorteil gegenüber einer Nichtnutzung enorm. Alle bestehenden Herausforderungen können jederzeit gemeistert werden, wenn sich mit der Materie beschäftigt bzw. sich entspre­chende Beratung eingeholt wird.

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Welche Tools bieten sich für Remote Recruiting an?

Vor allem während der Corona-Pandemie haben zahlreiche Tools, die Remote Recruiting ermög­lichen, enorm an Beliebtheit gewonnen. Dabei findet in deren Entwicklung ein regel­rechtes Wettrennen in Bezug auf Funktionalität und Layout statt, sodass es immer schwie­riger wird, sinnvolle Tools von eher dürftigen Alternativen zu unter­scheiden. Ein paar Tools haben sich aller­dings mit der Zeit bewährt:

Zoom

Wohl kaum ein anderes Kommunikationstool wurde während der Corona-Pandemie so sehr für Remote Recruiting genutzt, wie Zoom. Hierbei handelt es sich um eine Cloud-basierte Applikation, mit der sich Web- und Videokonferenzen durch­führen lassen. Zusätzliches Screensharing sorgt für einwand­freie Präsentationen, während sich laufende Konferenzen durch die Aufnahmefunktion im Nachhinein noch einmal ansehen lassen. Natürlich besteht die Möglichkeit, Direktnachrichten zu versenden, Dateien zu teilen oder Webinare durch­zu­führen. Die Vielseitigkeit dieses Tools sorgt nicht umsonst für Begeisterung. Dementsprechend erfreut sich Zoom im Zuge des Remote Recruitings äußerster Beliebtheit.

Slack

Auch hierbei handelt es sich um ein bewährtes Kommunikationstool, welches die Erstellung eigener Team-Channel ermög­licht. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, unter­schied­liche Datei-Typen zu teilen. Videokonferenzen sind mit bis zu 15 Personen möglich. Per Drag-and-drop können poten­zielle Bewerber zusätz­liche Bewerbungsunterlagen noch während des Interviews mit dem Durchführenden teilen. Slack besitzt generell ein unkom­pli­ziertes Layout und begeistert durch einfache Handhabung.

Natürlich eignen sich auch andere Kommunikationstools wie Skype oder Microsoft Teams. Das Hauptaugenmerk sollte auf der Kommunikation selbst und dem möglichen Teilen von Dateien oder Screensharing liegen. Das genutzte Tool sollte also im Optimalfall dieselben Möglichkeiten bieten, die einem Bewerber während einer realen Gesprächssituation zur Verfügung stünden.

Manager in Remote Konferenz
Manager in Remote Konferenz

Wie sieht gelun­genes Remote Recruiting aus?

Ein gut durch­ge­führter Remote Recruiting-Prozess sorgt nicht nur für gerin­geren Aufwand auf beiden Seiten, sondern kann auch die Candidate Experience & Candidate Journey enorm verbessern. Man nehme ein Unternehmen, welches ein angemes­senes Konzept entworfen hat und dieses durch­führt. Das bedeutet also:

  • Die techni­schen Möglichkeiten sind gegeben und auf dem aktuellen Stand.
  • Entsprechende Tools sind ebenso vorhanden.
  • Eine kurze und spannende Präsentation des Unternehmens steht für Bewerbungsgespräche und Konferenzen zur Verfügung.
  • Das Personal ist bereit, sich über Kommunikationstools mit poten­zi­ellen Bewerbern ausein­an­der­zu­setzen und eine positive Atmosphäre zu schaffen.

Erhält der Bewerber nun also die Möglichkeit, mit besagtem Unternehmen virtuell auf unkom­pli­zierte Art und Weise in Kontakt zu treten, ist bereits die erste Hürde genommen. Folgt dann noch ein angenehmes Bewerbungsgespräch, das womöglich mit einer kurzen Präsentation durch Screensharing kombi­niert wird, stehen die Chancen auf den Abschluss eines Arbeitsvertrages hoch. Das korrekte Ausführen dieser Maßnahmen spielt zusätzlich der eigenen Arbeitgebermarke positiv in die Hände.

Der Bewerber bekommt folgende Signale gesendet:

  • Das Unternehmen handelt verant­wor­tungs­be­wusst und profes­sionell.
  • Man bleibt auf dem neuesten Stand der Technik und scheut sich nicht vor Kosten, wenn es um eine unkom­pli­zierte Arbeitsatmosphäre für Mitarbeiter geht.
  • Das Unternehmen präsen­tiert sich angemessen selbst.

Im Optimalfall identi­fi­ziert sich der Bewerber mit dem Unternehmen, ohne dass überhaupt ein persön­licher Kontakt statt­ge­funden hat. 

Bewerberin im Remote Vorstellungsgespräch
Frau in Remote Bewerbungsgespräch

Fazit

Remote Recruiting wird sich ohne Zweifel immer weiter­ent­wi­ckeln, die Möglichkeiten werden wachsen und entspre­chende Tools vielsei­tiger einsetzbar werden. Dementsprechend ist keines­falls mit einem Abebben von Remote Recruiting zu rechnen, sondern eher mit einer Zunahme, die sich im Laufe der Zeit exponen­tiell vergrößern wird. Unternehmen sollten also bereits jetzt damit beginnen, Remote Recruiting weniger als Alternative, sondern als gewinn­brin­gende und unbedingte Notwendigkeit zu betrachten.

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