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Was ist Outplacement? Definition
Outplacement bezeichnet die professionelle Unterstützung von Mitarbeitenden, die das Unternehmen verlassen müssen, bei der beruflichen Neuorientierung. Dabei beauftragt der Arbeitgeber spezialisierte Beratungsunternehmen, die den betroffenen Mitarbeitenden mit Karriereberatung, Bewerbungstraining und Netzwerkvermittlung zur Seite stehen. Ziel ist es, den Übergang in eine neue Beschäftigung so reibungslos wie möglich zu gestalten.
Outplacement wird häufig bei betriebsbedingten Kündigungen, Restrukturierungen oder im Rahmen von Aufhebungsverträgen angeboten. Es signalisiert soziale Verantwortung und stärkt das Arbeitgeberimage — auch gegenüber der verbleibenden Belegschaft.
Maßnahmen im Rahmen von Outplacement
Typische Outplacement-Maßnahmen umfassen:
- Karriereberatung: Analyse der bisherigen Laufbahn, Stärken-Schwächen-Profil und Definition beruflicher Ziele.
- Bewerbungstraining: Optimierung von Lebenslauf und Anschreiben, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche und Gehaltsverhandlungen.
- Netzwerkvermittlung: Zugang zu Kontakten, Jobmessen und verdeckten Stellenangeboten über das Netzwerk der Outplacement-Beratung.
- Coaching: Individuelle Begleitung bei der emotionalen Verarbeitung der Kündigung und der Entwicklung neuer Perspektiven.
- Marktanalyse: Unterstützung bei der Identifikation passender Branchen, Unternehmen und Positionen.
Vorteile & Nachteile des Outplacements
Vorteile
- Imagepflege: Unternehmen zeigen soziale Verantwortung, was das Employer Branding stärkt.
- Reduktion rechtlicher Risiken: Outplacement kann Kündigungsschutzklagen und Konflikte vermeiden.
- Motivation der Belegschaft: Die verbleibenden Mitarbeitenden sehen, dass das Unternehmen fair mit Trennungen umgeht.
- Schnellere Neuorientierung: Betroffene finden durch professionelle Unterstützung schneller eine neue Stelle.
Nachteile
- Kosten: Outplacement-Beratungen sind kostenintensiv — je nach Umfang zwischen 5.000 und 25.000 Euro pro Person.
- Keine Erfolgsgarantie: Nicht jeder Kandidat findet durch Outplacement eine neue Stelle.
- Zeitaufwand: Die Koordination mit externen Beratern erfordert organisatorischen Aufwand.
Praxisbeispiele und Erfahrungen
Outplacement kommt in verschiedenen Szenarien zum Einsatz:
- Restrukturierung: Ein Unternehmen baut 50 Stellen ab und bietet allen Betroffenen ein 6-monatiges Outplacement-Programm an, um die Trennung sozialverträglich zu gestalten.
- Einzelfälle: Eine Führungskraft erhält im Rahmen eines Aufhebungsvertrags ein individuelles Executive-Outplacement mit persönlichem Coach.
- Gruppenoutplacement: Bei Werksschließungen werden Workshops und Bewerbungstrainings für ganze Abteilungen organisiert.
Fazit
Outplacement ist eine verantwortungsvolle Maßnahme, die sowohl den betroffenen Mitarbeitenden als auch dem Unternehmen zugutekommt. Es erleichtert den Übergang in eine neue Beschäftigung, stärkt die Arbeitgebermarke und signalisiert der verbleibenden Belegschaft, dass das Unternehmen auch in schwierigen Situationen fair handelt. Trotz der Kosten überwiegen für viele Unternehmen die langfristigen Vorteile — insbesondere in Kombination mit einer strategischen Personalplanung.
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