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Azubi Recruiting

Azubi Recruiting ist ein funda­men­taler Baustein in der Nachwuchsförderung und sollte im Rahmen des Ausbildungsmarketings eine zentrale Rolle in der Personalbeschaffung junger Fachkräfte einnehmen. Fast jeder zweite Ausbildungsbetrieb konnte zuletzt nicht alle Plätze besetzen (DIHK 2025), gleichzeitig suchten 2025 so viele Bewerber erfolglos wie seit 2010 nicht. Lernen Sie jetzt, wie Sie junge Schulabgänger von sich überzeugen können!

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Kompetente Azubis im Unternehmen

Azubi Recruiting, kurz erklärt

Azubi Recruiting umfasst alle Maßnahmen zur Gewinnung von Auszubildenden und ist ein zentraler Baustein der Nachwuchsförderung. Erfahren Sie, welche aktuellen Trends die Azubi-Suche prägen, welche Instrumente im Ausbildungsmarketing, von Social Media über Karriereseiten bis Schulmarketing, am wirksamsten sind, und wie Sie ein erfolgreiches Ausbildungsmarketingkonzept Schritt für Schritt aufbauen.

Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

Ausbildungsmarketing ist entscheidend: Fast jeder zweite Ausbildungsbetrieb konnte zuletzt nicht alle Plätze besetzen, gleichzeitig suchten 2025 so viele Bewerber erfolglos wie seit 2010 nicht, der Ausbildungsmarkt hat ein Passungsproblem, kein reines Bewerberproblem. Unternehmen müssen ihre Arbeitgebermarke stärken, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Azubi Recruiting umfasst alle Maßnahmen zur Gewinnung von Auszubildenden und muss gezielt auf die junge Generation abgestimmt sein. Aktuelle Trends zeigen: Die aktive Suche läuft über Google und Online-Jobbörsen, Social Media wie TikTok und Instagram wirkt als Schaufenster für authentische Einblicke, und die Eltern reden bei der Berufswahl stärker mit, als viele denken. Gleichzeitig bleiben Messen, Praktika und Schulmarketing wichtige Instrumente, um langfristig Fachkräfte zu binden.

Zu den wichtigsten Instrumenten im Ausbildungsmarketing zählen Social Media Marketing, mobil optimierte Karriereseiten mit One-Click-Bewerbungen, Chatbots, digitale Assessment-Tests sowie Messeauftritte. Ein strate­gi­sches Ausbildungsmarketingkonzept bündelt all diese Maßnahmen, um poten­zielle Auszubildende gezielt anzusprechen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Es kombi­niert digitale Instrumente wie Social Media und Karriereseiten mit persön­lichem Kontakt durch Messen und Schulmarketing, während der Fokus auf einer klaren Arbeitgebermarke und einem einfachen Bewerbungsprozess liegt. Falls noch Fragen offen sind, werfen Sie einen Blick in unser FAQ. (Geschätzte Lesezeit: 15–20 Minuten)

Ausbildungsmarketing als Erfolgsfaktor für Unternehmen

Der Ausbildungsmarkt in Deutschland ist seit Jahren angespannt, aber anders, als viele denken: Laut DIHK-Ausbildungsumfrage 2025 konnte fast jeder zweite Ausbildungsbetrieb (48 %) im Jahr 2024 nicht alle Plätze besetzen, fast ein Drittel der betroffenen Betriebe erhielt keine einzige Bewerbung. Gleichzeitig meldete das BIBB zum 30. September 2025 insgesamt 84.400 erfolglos suchende Bewerber, den höchsten Wert seit 2010. Das Problem ist also weniger ein Mangel an Interessenten, sondern ein Passungsproblem: Betriebe und Bewerber finden nicht zusammen.

Unternehmen müssen gezielt ihre Arbeitgebermarke stärken und nachhaltige Konzepte im Azubi Recruiting umsetzen, um talen­tierte Fachkräfte fürs eigene Unternehmen zu gewinnen. Dabei gilt es, die besten Talente durch gezielte Kandidatenansprache zu überzeugen, offene Ausbildungsstellen durch Maßnahmen im Ausbildungsmarketing adäquat zu bewerben und mithilfe von Employer Branding die Arbeitgeberattraktivität zu steigern. Durch die Schnelllebigkeit junger Generationen sollten aufstre­bende Trends zudem im Marketingkonzept eines jeden erfolg­reichen Unternehmens aufge­griffen werden. Die social-media-affine Jugend muss in einem diver­si­fi­zierten Marketingmix unter­schied­lichster Kanäle wie beispiels­weise durch TikTok Recruiting und Instagram Recruiting oder auch Pinterest Recruiting angesprochen werden. Von dementspre­chend großer Bedeutung ist es, quali­fi­zierte Mitarbeiter im Betrieb zu haben, die mit diesen wichtigen Kompetenzen ausge­stattet sind und Werbung für Ausbildungsplätze gekonnt platzieren können.

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Azubi Recruiting und Ausbildungsmarketing per Definition

Ausbildungsmarketing definiert alle Maßnahmen, Ideen und Instrumente zur Rekrutierung von Auszubildenden. Dabei müssen sich Unternehmen agil an die sich verän­dernden Generationen anpassen und ihre Akquise der Azubis zielgrup­pen­ge­recht & genera­ti­ons­spe­zi­fisch im Rahmen eines ausge­feilten Ausbildungsmarketingkonzepts umsetzen. Um in Zeiten des demogra­fi­schen Wandels die besten Talente für den eigenen Betrieb gewinnen zu können, gilt es ebenfalls mit klarem Blick durch die Welt zu gehen und aufkom­mende Trends im Azubi Recruiting recht­zeitig zu identi­fi­zieren. Diese verschie­denen Instrumente und Maßnahmen ergeben somit das Gesamtbild des Azubi-Recruitings in einem Unternehmen. Dabei ist Ausbildungsmarketing gleicher­maßen für große und kleine Betriebe wichtig.

Gerade in Regionen mit einer geringen Bevölkerungsdichte ist es schwierig, Auszubildende zu finden. Umso wichtiger sind hier Azubi Marketing Maßnahmen, die junge Menschen dazu bewegen, in der Region zu bleiben. Möglichst mit dem langfris­tigen Ziel, auch nach Ausbildungsende quali­fi­zierte Berufseinsteiger übernehmen und weiter­ent­wi­ckeln zu können. Durch indivi­duelle Personalentwicklungsmaßnahmen ergeben sich Karrieremöglichkeiten, die gute Mitarbeiter an Ihr Unternehmen binden und in der Region halten. Trendbranchen haben es oft leichter, Nachwuchs zu finden, als beispiels­weise ausster­bende Branchen. Leider ist gerade das Handwerk stark betroffen. Berufe, wie Sattler, Schuhmacher, Landwirt oder Steinmetz haben es besonders schwer Nachwuchstalente zu finden, die sich für das Handwerk begeistern. Hier muss auf hohe Attraktivität der Betriebe, gute Bezahlung schon in der Ausbildung und moderne Grundeinstellung der Chefs gesetzt werden, um junge Menschen zu begeistern und zu halten.

Der Talentpool von HR Rocket bringt Sie mit Jobsuchenden zusammen, die offen für neue Angebote sind, von Hochschulabsolventen bis zu erfahrenen Fachkräften. Wir schlagen Ihnen passende Kandidaten vor, die einer Weitergabe zugestimmt haben.

Auszubildende werben, wenn keine Bewerbungen kommen

Fast ein Drittel der Betriebe mit unbesetzten Plätzen erhält laut DIHK überhaupt keine Bewerbung. In den meisten Fällen liegt das nicht am Beruf, sondern an der Auffindbarkeit. Prüfen Sie zuerst die Basis: Existiert für jeden Ausbildungsberuf eine eigene Seite auf der Firmenwebsite, die den Berufsnamen im Titel trägt? Jugendliche suchen nach „Ausbildung Elektroniker Musterstadt" und nicht nach dem Firmennamen. Ist der Platz in der Lehrstellenbörse der IHK oder Handwerkskammer und in der Jobsuche der Bundesagentur eingetragen? Beides ist kostenlos und wird von Schulen und Eltern genutzt.

Der zweite Hebel ist die Bewerbungshürde. Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse als PDF per E-Mail sind für viele 16-Jährige eine echte Barriere. Ein kurzes Formular mit Name, Kontakt und Wunschberuf genügt für den Erstkontakt, alles Weitere klärt ein Telefonat. Wer zusätzlich per WhatsApp oder Messenger erreichbar ist, senkt die Schwelle deutlich. Der dritte Hebel liegt im eigenen Haus: Mitarbeiter haben Kinder, Geschwister und Nachbarn. Eine Empfehlungsprämie für vermittelte Azubis kostet weniger als eine halbjährige Anzeigenkampagne und trifft genau die Jugendlichen, die nie aktiv nach Ausbildungsplätzen suchen.

Ausbildungsplatzakquise: Schulen, Kammern und Eltern als Zugang

Der direkteste Weg zu Bewerbern führt über die Leute, die täglich mit ihnen zu tun haben. Rufen Sie die Berufsorientierungs- oder StuBo-Lehrkraft der zwei, drei Schulen in Ihrem Einzugsgebiet an. Diese Stellen gibt es an fast jeder Haupt-, Real- und Gesamtschule, sie suchen laufend Betriebe für Praktikumsplätze, Betriebserkundungen und Berufsorientierungstage. Ein Ausbilder, der eine Stunde in einer neunten Klasse steht und echtes Werkzeug mitbringt, bleibt länger im Kopf als jede Anzeige.

Die Kammern sind der zweite Zugang. IHK und Handwerkskammern führen Lehrstellenbörsen, organisieren Ausbildungsmessen und vermitteln in der Nachvermittlung Jugendliche, die bis zum Sommer leer ausgegangen sind. Der Ausbildungsberater Ihrer Kammer kennt die Betriebe der Region und weiß, welche Bewerber noch suchen. Dieser Anruf kostet nichts.

Bleiben die Eltern. Sie reden bei der Berufswahl deutlich stärker mit, als es Betrieben bewusst ist, und sie recherchieren anders als ihre Kinder: über Google, die Firmenwebsite und Bewertungsportale. Was dort über Sie steht, entscheidet mit. Ein Elternabend im Betrieb oder ein Tag der offenen Tür, zu dem Jugendliche ihre Eltern mitbringen, nimmt genau diese Unsicherheit heraus.

Im Trend sind sichere Branchen, wie die Lebensmittelindustrie, der Gesundheitssektor, Informationstechnologie oder auch Sport und Fitness. Branchen wie das Hotel- und Gastgewerbe, die Gastronomie oder der Tourismus haben es tradi­tionell schwerer, Auszubildende zu gewinnen, hier sind kreative Ansätze im Ausbildungsmarketing besonders wichtig.

Wie die Lage am Ausbildungsmarkt wirklich aussieht, zeigen die aktuelle BIBB-Bilanz und die Ausbildungsmarktbilanz der Bundesagentur für Arbeit:

Azubi Recruiting Kampagne: Aufbau, Inhalte und was tatsächlich klickt

Eine Kampagne unterscheidet sich von laufendem Ausbildungsmarketing durch drei Dinge: einen festen Zeitraum, eine Botschaft und eine Landingpage, auf der alles endet. Ohne diese Seite verpufft das Budget, weil Interessenten auf der Startseite landen und dort nichts über Ausbildung finden.

Inhaltlich funktioniert, was echt aussieht. Ein Handyvideo, in dem der Azubi des zweiten Lehrjahres seinen Arbeitsplatz zeigt und sagt, was ihn morgens nervt und was Spaß macht, schlägt jeden Imagefilm. Jugendliche erkennen Werbesprache sofort. Zeigen Sie konkrete Dinge: Wie sieht der erste Tag aus, wer ist der Ansprechpartner, was verdient man, wie kommt man mit Bus oder Bahn hin, wie stehen die Übernahmechancen. Genau danach wird gesucht, und genau das fehlt in den meisten Ausbildungsanzeigen.

Bei der Ausspielung gilt: Instagram und TikTok erreichen die Zielgruppe in der Orientierungsphase, Google Ads erreicht sie im Moment der konkreten Suche. Beides zusammen wirkt stärker als jedes für sich. Regional eng schalten, ein Umkreis von 30 bis 40 Kilometern reicht meist, alles darüber ist Streuverlust. Und messen Sie Bewerbungen, nicht Aufrufe. Eine Kampagne mit 50.000 Views und zwei Bewerbungen ist gescheitert, auch wenn der Report gut aussieht.

Was Ausbildungsmarketing kostet und wann sich eine Agentur lohnt

Ein Budget lässt sich nur sinnvoll planen, wenn man die Kosten je gewonnenem Azubi betrachtet und nicht die Kosten je Kanal. Anzeigen auf Ausbildungsportalen liegen üblicherweise im niedrigen dreistelligen Bereich pro Schaltung, Messestände kosten je nach Größe ein Vielfaches davon, kommen aber ohne Streuverlust an die Zielgruppe. Social-Media-Kampagnen rechnen sich über den Cost per Application: Wie viele Bewerbungen entstehen aus dem eingesetzten Werbebudget? Gegenzurechnen ist immer der Preis des unbesetzten Platzes, also entgangene Fachkräfte in drei Jahren.

Eine Ausbildungsmarketing-Agentur bringt vor allem dann etwas, wenn Videoproduktion, laufende Kampagnensteuerung und Landingpages intern nicht zu leisten sind, typischerweise ab einer zweistelligen Zahl an Ausbildungsplätzen pro Jahr. Wer ein oder zwei Azubis sucht, fährt mit einer aufgeräumten Karriereseite, einer gepflegten Anzeige und einem Praktikumsangebot fast immer günstiger. Achten Sie bei der Auswahl darauf, wem das produzierte Material gehört und ob die Agentur Bewerbungszahlen ausweist oder nur Reichweite. Reichweite füllt keine Ausbildungsplätze.

Ausbildungsmarketingkonzept: die sechs Punkte, die hineingehören

Ein Konzept muss nicht lang sein. Zwei Seiten reichen, solange sechs Punkte darin geklärt sind, und zwar schriftlich, weil sonst jedes Jahr wieder von vorn diskutiert wird.

Erstens das Ziel in Zahlen: Wie viele Azubis, in welchen Berufen, bis wann? Zweitens die Zielgruppe: Welcher Schulabschluss, welches Einzugsgebiet, wie weit darf der Schulweg sein? Daraus ergibt sich fast automatisch, welche Schulen Sie ansprechen. Drittens das Angebot, also das, was Sie inhaltlich versprechen: Vergütung, Übernahmechance, Führerschein-Zuschuss, eigenes Werkzeug, Auslandspraktikum. Viertens die Kanäle mit Verantwortlichem und Budget je Kanal. Fünftens der Bewerbungsweg: Wer antwortet binnen wie vielen Tagen, über welchen Kanal, und wer führt das Gespräch? Sechstens die Messung: Bewerbungen je Kanal, Zeit bis zur ersten Rückmeldung, Abbrecherquote im ersten Jahr.

Der letzte Punkt wird am häufigsten übersprungen und ist der wertvollste. Wenn Sie nach einem Jahr wissen, dass zwei Drittel Ihrer Azubis über Praktika und Empfehlungen kamen und keiner über die teure Messe, ist die Budgetfrage fürs nächste Jahr entschieden. Halten Sie außerdem fest, wer im Betrieb das Thema verantwortet. Ausbildungsmarketing, das niemandem gehört, findet nicht statt.

Uebersicht der Bausteine eines Ausbildungsmarketingkonzepts von der Zielgruppe bis zur Erfolgsmessung

Zeitplan: Wann Sie welche Ausbildungsmarketing-Maßnahme starten

Der häufigste Fehler beim Auszubildende werben ist der Zeitpunkt. Wer im Mai eine Anzeige für den Ausbildungsstart im August schaltet, greift auf die Reste zurück. Die Entscheidung fällt bei vielen Jugendlichen rund ein Jahr vorher, spätestens mit dem Halbjahreszeugnis der Vorabgangsklasse.

Praktisch heißt das: Ausbildungsplätze für den kommenden Sommer gehören im Spätsommer oder Frühherbst des Vorjahres online, also etwa zwölf Monate vor Ausbildungsbeginn. In den Herbst fallen auch die meisten Ausbildungsmessen und Berufsorientierungstage der Schulen, dafür brauchen Sie Anmeldung und Material vorher. Der Winter ist die Phase der Bewerbungen und Gespräche, parallel laufen Schulpraktika, aus denen erfahrungsgemäß die besten Kandidaten kommen. Im Frühjahr sollten Verträge unterschrieben sein, danach beginnt die eigentlich wichtigste Phase: Kontakt halten. Zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag liegen oft vier bis sechs Monate, in denen Jugendliche abspringen, weil ein anderer Betrieb sich meldet und Sie nicht. Eine Einladung zum Sommerfest, ein Willkommenspaket oder ein Anruf der künftigen Ausbilderin kosten nichts und verhindern genau das.

Wer unterjährig nachbesetzen muss, hat bis in den Herbst hinein Chancen. Nachvermittlung über die Agentur für Arbeit und die Kammern läuft bis weit in das laufende Ausbildungsjahr, ein Start im Oktober oder November ist rechtlich unproblematisch.

Ausbildungsmarkt: Kennzahl (Stichtag 30.09.2025)Wert
Unbesetzte Ausbildungsstellen54.400 (−21,6 % zum Vorjahr)
Erfolglos suchende Bewerber84.400 (+19,9 %, höchster Wert seit 2010)
Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge476.000 (−2,1 %)
Bewerber je 100 betriebliche Stellen93 (Vorjahr: 86)

Wichtig für die Einordnung: Am Interesse junger Menschen liegt es nicht. Laut der Jugendbefragung „Ausbildungsperspektiven 2025" der Bertelsmann Stiftung streben 43 % der Jugendlichen eine Ausbildung an, mehr als ein Studium (40 %). Viele finden sich aber in der Fülle der Informationen zur Berufswahl schlicht nicht zurecht. Genau hier setzt gutes Ausbildungsmarketing an: sichtbar sein, klar informieren, einfach erreichbar bleiben.

Die Studie Azubi-Recruiting Trends 2025 (über 5.400 befragte Schüler, Azubis und dual Studierende) zeigt zudem, wie viel Luft bei den Betrieben selbst noch ist: Nur 41,7 % der Bewerber erhalten inzwischen mehrere Angebote, der niedrigste Wert seit 2014, der Markt dreht sich also wieder leicht zugunsten der Betriebe. Gleichzeitig berichten 60 % der jungen Bewerber, schon einmal gar keine Antwort auf eine Bewerbung erhalten zu haben. Wer zügig und verbindlich antwortet, hebt sich allein damit vom Wettbewerb ab. Bemerkenswert auch: 61 % der Jugendlichen vertrauen bei der Berufswahl eher dem Rat ihrer Eltern als dem von Freunden, gutes Ausbildungsmarketing denkt die Eltern als Zielgruppe mit.

Aber welche Vorteile des Unternehmens kommen bei den Azubis besonders gut an? Der DGB-Ausbildungsreport 2025 nennt die wichtigsten Entscheidungsfaktoren bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs:

Ausbildungsmarketing Maßnahmen im Jahresverlauf

Azubi Recruiting scheitert selten an der Idee, sondern am Timing. Wer im Juni merkt, dass die Ausbildungsplätze zum 1. August leer bleiben, hat den Zyklus verpasst. Realistisch beginnt die Bewerbungsphase für den Ausbildungsstart im Sommer bereits im Spätsommer des Vorjahres, also rund zwölf Monate vorher. Bis dahin sollten die Ausbildungsanzeigen online sein, die Karriereseite eine eigene Unterseite je Ausbildungsberuf haben und die Lehrstellenbörse der zuständigen Kammer gefüllt sein.

Von Herbst bis Frühjahr laufen die persönlichen Maßnahmen: Ausbildungsmessen, Schulbesuche, Tage der offenen Tür und Praktikumsplätze. Ein Praktikum ist dabei das mit Abstand günstigste Instrument, weil beide Seiten sich vor der Entscheidung kennenlernen und die Abbruchquote sinkt. Ab Mai kippt der Markt: Betriebe, die noch suchen, konkurrieren mit den Nachrückern anderer Unternehmen. Hier zahlen sich kurzfristig geschaltete Anzeigen aus und der Rückgriff auf Bewerber, die man selbst absagen musste, aber gut fand. Ein einfacher Kalender mit vier Phasen (Vorbereitung, Sichtbarkeit, Auswahl, Nachrücken) reicht als Steuerungsinstrument, ein aufwendiges Projektmanagement braucht dafür niemand.

Übersicht der Instrumente und Maßnahmen im Ausbildungsmarketing zur Gewinnung von Auszubildenden
EntscheidungsfaktorAnteil der befragten Azubis
Gute Erreichbarkeit / Nähe zum Wohnort59,3 %
Gutes Arbeitsklima58,2 %
Passende Arbeitszeiten54,1 %
Gute Ausbildungsbedingungen41 %

Die Übernahmeperspektive bleibt ebenfalls ein zentrales Argument, mit einer bemerkenswerten Pointe: 41,5 % der Azubis wissen laut DGB selbst im letzten Ausbildungsjahr noch nicht, ob sie übernommen werden. Eine frühe, verbindliche Übernahmezusage ist damit ein echtes Differenzierungsmerkmal. Auch die Vergütung zählt: Die tariflichen Ausbildungsvergütungen lagen 2025 im Schnitt bei 1.209 Euro brutto im Monat (+6,7 % zum Vorjahr), die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung liegt für Ausbildungsbeginn 2026 bei 724 Euro im ersten Lehrjahr. Wer über Tarif zahlt oder transparente Zusatzleistungen bietet, sollte das in der Stellenanzeige offensiv kommunizieren.

Zwei Azubinen unterhalten sich zu Trends im Unternehmen

Die richtigen Instrumente im Ausbildungsmarketing

Bei der Suche nach neuem, quali­fi­ziertem Personal ist es wichtig, schritt­weise vorzu­gehen. Die Mitar­bei­ter­suche sollte sich wie folgt gestalten: 

Social Media Marketing

Vor allem junge Leute nutzen vermehrt Online-Medien. Setzen Sie daher unbedingt auf digitales Recruiting. Social Media Kanäle eignen sich dafür besonders gut. Informieren Sie sich vorher gut über die gängigen Plattformen & nutzen Sie diesen innova­tiven Weg der Mitarbeitersuche im Rahmen von Instagram Recruiting, Facebook Recruiting, TikTok Recruiting und Pinterest Recruiting. Aber auch soziale Netzwerke wie Reddit, Youtube oder Twitch, die gerade bei den Generationen Y und Z “in” sind, sollten in einem ausge­wo­genen Marketingmix vorhanden sein.

Wo die Zielgruppe tatsächlich steckt, zeigt die JIM-Studie 2025: 96 % der 12- bis 19-Jährigen nutzen WhatsApp regelmäßig, gefolgt von Instagram (63 %), Snapchat (56 %) und TikTok (53 %), und 39 % nutzen bereits regelmäßig ChatGPT zur Informationssuche.

Wichtig für die Strategie: Social Media ist vor allem das Schaufenster. Laut Azubi-Recruiting Trends 2024 suchen nur 27 % der jungen Bewerber aktiv über Social Media nach Ausbildungsplätzen: 83 % nutzen dafür häufig Google, 58 % Online-Jobbörsen. Zugleich gelten Instagram und TikTok als wichtige Begleitkanäle, um echte Einblicke in den Ausbildungsalltag zu geben. Authentizität schlägt dabei inszenierte Hochglanz-Clips.

Karrierewebsite und One-Click-Bewerbungen

Die Karriereseite auf Ihrer Unternehmens-Website ist besonders wichtig. Sie kann der erste Kontaktpunkt mit Ihrer Arbeitgebermarke sein & sollte deshalb alle relevanten Informationen zu Unternehmenskultur, offenen Vakanzen und Fakten wie Unternehmensstandorte beinhalten. Achten Sie darauf, dass die Seite auch auf dem Smartphone und Tablet funktio­niert, also mobil optimiert ist und so überall und jederzeit aufrufbar ist. Am einfachsten haben es Schüler, wenn sie sich per One-Click-Methode bewerben können. Das heißt, der Bewerbungsprozess sollte bei der Rekrutierung von Azubis so schnell und einfach gehalten werden, wie nur möglich. Schließlich haben Schüler noch keine seiten­langen Lebensläufe oder Arbeitszeugnisse, die sie anhängen könnten. Wie groß die Lücke in der Praxis ist, zeigt die Studie Azubi-Recruiting Trends 2025: 37,6 % der Bewerbungsprozesse funktionieren nicht vollständig am Smartphone, nur 54,3 % der Betriebe erlauben eine Bewerbung ohne Registrierung, und nur 31,5 % verzichten auf das klassische Anschreiben. Wer diese drei Hürden abbaut, ist einem großen Teil der Konkurrenz bereits voraus.

Chatbots & digitale Assessmenttests

Sie können zusätzlich Chatbots in Ihre Karrierewebsite oder Facebookseite einbauen, welche die Zielgruppe über die Ausbildungsstelle und das Unternehmen infor­mieren. Außerdem können so gezielt schon Fragen zu den wichtigsten Qualifikationen der Bewerber abgefragt werden. Auch Berufstests oder Einsteiger Assessments können inter­es­sierte Jugendliche motivieren auf Ihrer Website aktiv zu werden.

Präsenz auf Messen, Praktika & Schulmarketing

Eine weitere beliebte Möglichkeit Ausbildungsmarketing zu betreiben, ist der direkte Kontakt zu den Jugendlichen. Sie können mit den Bildungsstätten eine Kooperation eingehen. Hängen Sie an Schulen publi­kums­wirksame Werbeplakate auf oder verteilen Sie “Giveaways” mit dem Unternehmenslogo. Innerhalb von Gymnasien und Mittelschulen gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, um in der Nachwuchsrekrutierung Schulmarketing zu betreiben. Auch Informationsveranstaltungen helfen. Bieten Sie nach Möglichkeit Praktika-Plätze an, um den Schülern einen ersten Einblick in Ihr Unternehmen zu ermög­lichen. So unter­stützen Sie aufstre­bende Auszubildende mit Praktikumsaufenthalten bei ihrer Berufsfelderkundung, greifen poten­zielle Interessen- und Nischengruppen mit auf und bieten später eine breitere Entscheidungsbasis bei der Ausbildungswahl. Auch Ihr Auftritt bei spezi­ellen Karrieremessen für Schüler und junge Menschen kann sich positiv für Sie auswirken. Seien Sie präsent und machen sich attraktiv. Um talen­tierte Auszubildende zu finden, sollte Ihre Werbung für Ausbildungsplätze an einer beliebten Ausbildungsmesse der Region nicht fehlen. Die Wirkung von Praktika ist dabei messbar: Laut DGB-Ausbildungsreport 2025 war für 27,2 % der Azubis ein Praktikum die wichtigste Hilfe bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz, direkt nach Tipps aus Familie und Freundeskreis (50 %). Eine IHK-Befragung in Ostdeutschland (2024) bestätigt: 70 % der Betriebe nutzen Schnupperpraktika zur Azubi-Gewinnung, für jeden zweiten Azubi war das Praktikum das hilfreichste Angebot der Berufsorientierung.

Sie möchten mit Ihrer Social Media Recruiting Kampagne so richtig durch­starten? HR Rocket macht es möglich! Wir sind spezia­li­siert auf außer­ge­wöhn­liche Werbekampagnen für Social Media Plattformen wie Instagram, Facebook & TikTok.

Designer & Recruiter arbeiten bei uns eng zusammen, um für Ihre Personalsuche maximale Reichweite und Aufmerksamkeit zu sorgen.

Ihr erfolg­reiches Ausbildungsmarketing-Konzept

Ohne Ausbildungsmarketing Konzept verlieren Sie schnell den Faden. Daher geben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Sie können diese für Ihr Unternehmen anpassen, Ausbildungsmarketing Ziele verfolgen und neue Auszubildende gewinnen.

  • Erstellen Sie für Ihr Unternehmen eine Karriereseite. Dort stellen Sie die offenen Ausbildungsstellen vor und bieten den Jugendlichen die Möglichkeit der Bewerbung.
  • Nutzen Sie für das Recruiting Social-Media-Kanäle, Stellenanzeigen zu schalten. Damit präsen­tieren Sie Ihre Firma und Ihre Arbeitgebermarke nach Außen. Hier erreichen Sie Schüler und angehende Azubis in ihrer Freizeit und können authen­tische Einblicke in den Arbeitsalltag des Unternehmens geben. Social Media ist heutzutage der beste Ort für die Platzierung von Werbung für freie Ausbildungsplätze.
  • Nutzen Sie online Jobbörsen für Ihre Ausschreibungen der Ausbildungsstellen. Achten Sie darauf, die Stelle gut zu beschreiben. Was bieten Sie? Was suchen Sie und warum ist Ihr Unternehmen das richtige für angehende Azubis?
  • Nehmen Sie an Karrieremessen und Infoveranstaltungen für Schüler und Jugendliche teil und kommen Sie direkt ins Gespräch mit Ihren neuen Azubis. So können Sie kompe­tente Nachwuchskräfte persönlich von ihrem Unternehmen überzeugen & Auszubildende anwerben.
Azubine in der Ausbildung im Betrieb

Ideen & Maßnahmen im Ausbildungsmarketing

Wir haben zum Abschluss noch 7 Tipps für die beste Umsetzung des Ausbildungsmarketings:

  • Erstellen Sie sich ein Ausbildungsmarketing Konzept. Recruiting ohne Konzept führt selten zum Erfolg.
  • Nutzen Sie eine für Ihr Unternehmen sinnvolle Kombination der Ausbildungsmarketing-Instrumente und Maßnahmen.
  • Bleiben Sie authen­tisch und lassen Sie ein Team aus Mitarbeitern für das Unternehmen sprechen.
  • Die Azubi Recruiting Trends gehen mit dem Wandel der Zeit. Haben Sie keine Angst vor Veränderung und wachsen Sie mit. Scheuen Sie sich nicht, bei der Akquise von Azubis neue Wege zu gehen und erproben Sie Social Media Recruiting als neuen Marketingkanal für Werbung für Ausbildungsplätze.
  • Legen Sie einen Talentpool mit Bewerbern an, die Sie derzeit nicht berück­sich­tigen können. Wenn sie Potenzial zeigen, können Sie später auf sie zurückgreifen.
  • Beschreiben Sie im Azubi Recruiting den Ablauf der Ausbildung. Das inter­es­siert die jungen Bewerber am meisten.
  • Keiner sucht die Kopie eines anderen Unternehmens. Daher gilt: Bleiben Sie einzigartig!

Wenn Sie sich für das Azubi Recruiting entscheiden, können wir ein wertvoller Teil ihres Azubimarketings werden. Wir sind seit vielen Jahren auf zielgrup­pen­ge­naues Social Media Recruiting spezia­li­siert. Profitieren Sie von unserer Reichweite und finden Ihre neuen Azubis direkt in Ihrer Region.

Erfolgsbasierte Personalvermittlung durch HR Rocket

Haben Sie Schwierigkeiten, geeig­netes Personal zu finden? Lassen Sie sich bei Ihrer Personalsuche von HR Rocket unter­stützen. Profitieren Sie von unserer langjährigen Erfahrung als Personalvermittlung & unserer Branchenkenntnis. HR Rocket ist Ihr Ansprechpartner für quali­fi­zierte Fachkräfte & schwer zu beset­zende Stellen.

So informieren sich Jugendliche heute

Zum Abschluss noch einmal kompakt: Wo erreichen Sie junge Menschen, und welche Informationen geben am Ende den Ausschlag?

Teil des Employer Brandings von Unternehmen ist das Azubi-Recruiting oder Ausbildungsmarketing. Wie im allge­meinen Personalmarketing ist auch das Azubi-Recruiting für die Personalbeschaffung zuständig. Speziell für Schüler und junge Menschen werden Marketingmaßnahmen ergriffen, um diese für das eigene Unternehmen zu gewinnen und sie auszu­bilden. So werden talen­tierte Nachwuchskräfte durch außer­ge­wöhn­liche Ideen für Werbung im Netz & auf Social Media am besten gewonnen. In der Personalgewinnung spricht man auch von Recrutainment, wenn in unter­halt­samen medialen Inhalten Stellenausschreibungen verbaut werden, sodass diese größere Aufmerksamkeit im Netz erhalten. So können Unternehmen auf Lehrlingssuche spannende Einblicke in die Arbeitswirklichkeit geben, junge Schulabgänger bei ihrer Berufsorientierung unter­stützen und die Bewerberzahlen erhöhen.

Junge Mitarbeiter finden Sie heutzutage über eine Vielzahl von Social-Media-Kanälen. Dabei gilt es, je nach Bewerbergruppe die Kandidatenansprache anzupassen und die medialen Inhalte an den Fachkräftenachwuchs anzugleichen:

  • Instagram (gehört zu Meta)
  • TikTok
  • Pinterest
  • Reddit
  • Twitch
  • Youtube

Diese ausbil­dungs­re­le­vanten Informationen sind ausschlag­gebend für die Entscheidung der Jugendlichen für ein Ausbildungsunternehmen:

  • Genaue Aufgabenbeschreibung der Ausbildung
  • Zukunftsperspektiven und Karrieremöglichkeiten
  • Image des Unternehmens
  • Übernahmegarantie

Junge Menschen infor­mieren sich in erster Linie durch ihre Eltern und in der Schule. Außerdem lassen Sie sich von Social Media Werbung beein­flussen und nehmen auch darüber unbewusste Impulse wahr. Auch spezielle Messen werden viel besucht und gerne angenommen, da der direkte Kontakt zu den Mitarbeitern inter­es­santer Unternehmen möglich ist.

Auszubildende heute, die der Generation Z angehören, legen viel Wert auf das Image des Unternehmens, bei dem sie eine Ausbildung machen.

Strenge Hierarchien und “Lehrjahre sind keine Herrenjahre” haben ausge­dient. Kommunikation auf Augenhöhe, inter­es­sante Aufgaben und Wertschätzung gehören heute zum Azubi-Alltag. Die digitale Transformation hat auch im Azubi Recruiting Einzug gehalten, sodass Onlinebewerbungen die einst zum Goldstandard gehörenden Papierbewerbungen abgelöst haben.

HR Rocket erreicht mit einem Netzwerk aus exakt 131 eigenen Jobbörsen und zielge­nauem Social Media Recruiting die passenden jungen Menschen, genau in Ihrer Region und dort, wo sie täglich sind: online. Wie das konkret funktioniert, lesen Sie im Ratgeber Stellenanzeigen schalten.

Zwei Schülerinnen unterhalten sich in der Schule

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Lisa Werner, Gestaltung und Kundenbetreuung bei der HR Rocket GmbH

Lisa Werner

Gestaltung & Kundenbetreuung, HR Rocket GmbH

Lisa Werner ist seit der ersten Jobbörse 2012 Teil von HR Rocket und kennt die Entwicklung des Familienunternehmens aus erster Hand, vom regionalen Portal bis zum Netzwerk mit 131 eigenen Jobbörsen. Als Gestalterin und Kundenbetreuerin gestaltet sie Stellenanzeigen und begleitet Arbeitgeber persönlich von der ersten Kampagne bis zur erfolgreichen Einstellung.

Mehr über das Team Zuletzt aktualisiert: 25. September 2026

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Häufig gestellte Fragen

Was ist Azubi Recruiting?

Azubi Recruiting umfasst alle Maßnahmen und Instrumente zur gezielten Gewinnung von Auszubildenden. Dabei müssen Unternehmen ihre Ansprache generationsspezifisch ausrichten und sowohl digitale Kanäle wie Social Media als auch klassische Wege wie Karrieremessen und Schulmarketing nutzen.

Über welche Kanäle erreicht man Azubis am besten?

Die aktive Suche läuft vor allem über Suchmaschinen und Online-Jobbörsen: 83 Prozent der jungen Bewerber googeln häufig nach Ausbildungsplätzen (Azubi-Recruiting Trends 2024). Social Media wie Instagram und TikTok wirkt vor allem als Begleitkanal für authentische Einblicke in den Ausbildungsalltag. Ergänzend bleiben Praktika, Karrieremessen und Schulmarketing wichtige direkte Kontaktpunkte.

Was ist ein Ausbildungsmarketingkonzept?

Ein Ausbildungsmarketingkonzept ist ein strategischer Plan, der alle Maßnahmen zur Azubi-Gewinnung bündelt. Es umfasst die Einrichtung einer Karriereseite, Social-Media-Recruiting, die Schaltung von Stellenanzeigen auf Jobbörsen sowie die Teilnahme an Karrieremessen und Infoveranstaltungen.

Worauf achten Azubis bei der Wahl ihres Ausbildungsbetriebs?

Laut DGB-Ausbildungsreport 2025 zählen vor allem die gute Erreichbarkeit des Betriebs (59,3 Prozent), ein gutes Arbeitsklima (58,2 Prozent) und passende Arbeitszeiten (54,1 Prozent). Auch eine frühe Übernahmezusage und eine faire Vergütung sind starke Argumente: 41,5 Prozent der Azubis wissen selbst im letzten Ausbildungsjahr noch nicht, ob sie übernommen werden.

Wie können kleine Unternehmen erfolgreich Azubis rekrutieren?

Kleine Unternehmen sollten auf Authentizität und persönliche Ansprache setzen. Praktika bieten Schülern einen direkten Einblick in den Betrieb. Social-Media-Recruiting ist auch mit kleinem Budget möglich und erreicht junge Menschen genau dort, wo sie ihre Freizeit verbringen.

Wie viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt?

Zum 30. September 2025 blieben laut BIBB 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt, gleichzeitig suchten 84.400 Bewerber erfolglos eine Stelle, der höchste Wert seit 2010. Der Ausbildungsmarkt hat also vor allem ein Passungsproblem: Betriebe und Bewerber finden regional und fachlich nicht zusammen.

Was verdienen Auszubildende aktuell?

Die tariflichen Ausbildungsvergütungen lagen 2025 im Durchschnitt bei 1.209 Euro brutto im Monat (BIBB). Die gesetzliche Mindestausbildungsvergütung beträgt für einen Ausbildungsbeginn im Jahr 2026 im ersten Lehrjahr 724 Euro und steigt bis zum vierten Ausbildungsjahr auf 1.014 Euro.

Welche Ausbildungsmarketing Maßnahmen funktionieren am besten?

Am stärksten wirken die Maßnahmen, die direkt am Suchverhalten ansetzen: eine mobil bedienbare Karriereseite mit kurzer Bewerbung, Ausbildungsanzeigen in Google und den großen Jobbörsen sowie Praktika, aus denen Ausbildungsverträge entstehen. Social Media und Messen liefern die Sichtbarkeit, entschieden wird über Antwortgeschwindigkeit und Übernahmeperspektive. Wer innerhalb von 48 Stunden reagiert, ist vielen Betrieben voraus.

Was kostet Ausbildungsmarketing und lohnt sich eine Agentur?

Die Kosten hängen vom Kanalmix ab: Stellenanzeigen auf Ausbildungsportalen bewegen sich meist im niedrigen dreistelligen Bereich je Anzeige, Social-Media-Kampagnen rechnen sich über den Cost per Application. Eine Agentur lohnt sich, wenn Videoproduktion, Kampagnensteuerung und laufende Betreuung intern nicht leistbar sind. Bei ein bis zwei Ausbildungsplätzen im Jahr ist eine gute Karriereseite plus Anzeigenschaltung fast immer günstiger.

Wie werben Betriebe Azubis, wenn keine Bewerbungen eingehen?

Erst prüfen, ob die Stelle überhaupt gefunden wird: Ist die Ausbildung auf der eigenen Website mit eigener Unterseite vertreten, in der Lehrstellenbörse der Kammer und in den Jobbörsen eingetragen? Danach die Hürden senken, also Bewerbung per Formular oder WhatsApp statt Anschreiben und Lebenslauf. Parallel Schulen, Praktikanten und Mitarbeiterempfehlungen ansprechen, dort sitzen die Kandidaten, die nie aktiv suchen.